Indikatoren, Regierungen

BERLIN - Trotz heftiger Proteste will der französische Premierminister Édouard Philippe die Arbeitsrechtsreform durchsetzen und unnachgiebig bei den Einsparungen für 2017 bleiben.

15.09.2017 - 05:24:25

Regierungschef Philippe: Frankreich will wieder glaubwürdig sein. "Auf diese Weise können wir unsere Glaubwürdigkeit in der EU wiedergewinnen", sagte der 46 Jahre alte Regierungschef der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitag). Ähnlich hatte sich zuvor Arbeitsministerin Muriel Pénicaud geäußert. Der aus der bürgerlichen Rechten stammende Philippe wird an diesem Freitag zum ersten Mal von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin empfangen.

Er wolle ihr den eng getakteten Reformfahrplan erläutern, hieß es. Ziel sei es, dass Frankreich sich bei den Olympischen Sommerspielen im Jahr 2024 in Paris als wirtschaftlich erstarktes, grunderneuertes Land präsentieren könne. "Wir können nicht akzeptieren, dass Frankreich in Massenarbeitslosigkeit, mangelnder Wettbewerbsfähigkeit und Finanznöten verharrt."

Am 22. September sollen demnach die Verordnungen zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes erlassen werden. Unmittelbar im Anschluss sollen die Verhandlungen zur Reform der Arbeitslosenversicherung, der beruflichen Fortbildung und des Lehrstellensystems beginnen, die auf sechs Monate angesetzt sind. Die Reform in Paris soll sich am deutschen dualen System orientieren. Zum Ende des Jahres stehe dann die Rentenreform an.

Hunderttausende hatten am Dienstag gegen eine Lockerung des Arbeitsrechts demonstriert. Die Reform ist ein Vorzeigeprojekt von Präsident Emmanuel Macron.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

GESAMT-ROUNDUP: Trump warnt in erster UN-Rede Nordkorea und Iran. "Die Geißel unseres Planeten ist eine Gruppe von Schurkenstaaten", sagte Trump bei der am Dienstag eröffneten UN-Generaldebatte. NEW YORK - US-Präsident Donald Trump hat den Iran in seiner ersten Rede bei den Vereinten Nationen scharf attackiert und Nordkorea im anhaltenden Atomkonflikt mit völliger Zerstörung gedroht. (Wirtschaft, 19.09.2017 - 20:15) weiterlesen...

Verkleinerte Delegation Nordkoreas hört Trump aus erster Reihe zu. "Der Raketenmann ist auf einem selbstmörderischen Weg", sagte Trump unter anderem an die Adresse der Nordkoreaner und ihres Führers Kim Jong-Un. NEW YORK - Aus der ersten Reihe des Plenarsaals der UN-Vollversammlung hat eine deutlich verkleinerte nordkoreanische Delegation am Dienstag die erste Rede von US-Präsident Donald Trump bei der Generaldebatte der Vereinten Nationen verfolgt. (Wirtschaft, 19.09.2017 - 17:08) weiterlesen...

ZITAT: US-Präsident Donald Trump zur Bedrohung durch Nordkorea. NEW YORK -US-Präsident Donald Trump zur Bedrohung durch Nordkorea mit Raketen und Atomwaffen: ZITAT: US-Präsident Donald Trump zur Bedrohung durch Nordkorea (Wirtschaft, 19.09.2017 - 17:00) weiterlesen...

Trump wiederholt in erster UN-Rede 'America-First'-Bekenntnis. "Als Präsident der Vereinigten Staaten werde ich Amerika immer an die erste Stelle stellen", sagte Trump am Dienstag bei der UN-Generaldebatte in New York. Genauso sollten es auch andere Staats- und Regierungschefs tun, fügte er hinzu. NEW YORK - US-Präsident Donald Trump hat in seiner ersten Rede vor den Vereinten Nation seine Absicht wiederholt, die Außenpolitik an amerikanischen Interessen ausrichten zu wollen. (Wirtschaft, 19.09.2017 - 16:57) weiterlesen...

Niederlande erwarten hohes Wirtschaftswachstum. Die Entwicklung der Wirtschaft und der Staatsfinanzen sei positiver als erwartet, stellte der amtierende Finanzminister Jeroen Dijsselbloem bei der Vorlage des Haushaltes in Den Haag fest. Den Haag will im kommenden Jahr vor allem in Gesundheit, Bildung sowie Sicherheit investieren. DEN HAAG - Die Niederlande erwarten ein starkes Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent in diesem Jahr und 2,5 Prozent 2018. (Wirtschaft, 19.09.2017 - 16:45) weiterlesen...

Trump: Große Risiken bringen die Welt an einen Scheideweg. "Wir treffen uns hier in einer Zeit, immenser Versprechungen, aber auch riesiger Gefahren", sagte Trump bei seiner Rede bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. Trump nannte die Risiken durch internationalen Terror, kriminelle Netzwerke und autoritäre Regime, die über Massenvernichtungswaffen verfügten. NEW YORK - Die Welt ist nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump an einem Scheideweg. (Wirtschaft, 19.09.2017 - 16:37) weiterlesen...