Regierungen, Deutschland

BERLIN - Nach der Wahlpleite in Kiel und kurz vor der wichtigen Abstimmung in Nordrhein-Westfalen ist SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz auf Distanz zur Linkspartei gegangen.

08.05.2017 - 14:04:24

Schulz geht vor Topmanagern auf Distanz zur Linkspartei. Bei einer Grundsatzrede zu einer Wirtschaftspolitik, die er als möglicher Kanzler umsetzen würde, erklärte Schulz am Montag vor Hunderten Managern in Berlin ohne die Linkspartei zu nennen, er könne die Sorgen der Wirtschaft vor der künftigen Regierungspolitik nachvollziehen. So hatte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer zuletzt eindringlich vor einem rot-rot-grünen Kanzler Schulz gewarnt. Bei der Landtagswahl Ende März im Saarland hatte die SPD auf eine rot-rote Regierung geschielt - die CDU siegte deutlich.

Schulz sagte nun: "Ich sehe in ihren Gesichtern, dass es eine wichtige Frage gibt, die sie umtreibt. Vielleicht denken manche von ihnen: Toll, ja, ist ja vieles richtig und gut, was der Junge da erzählt. Aber kann es am Ende nicht unter diesem Schulz eine Koalition geben, die Deutschland und meinem Betrieb schaden würde?" Da er nicht von einer absoluten Mehrheit für die SPD bei der Bundestagswahl ausgehe, sei seine klare Ansage: "Nein, die Antwort lautet Nein. Definitiv nicht. Unter meiner Führung wird es nur eine Koalition geben, die pro-europäisch ist und die ökonomische Vernunft walten lässt", sagte Schulz.

@ dpa.de

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