Deutschland, Volkswirtschaft

BERLIN - Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) hat ihren Gesetzentwurf für mehr Transparenz bei den Gehältern als wichtigen Schritt für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen verteidigt.

16.02.2017 - 12:11:24

Gesetz für Lohngerechtigkeit: Wichtiger Schritt oder zahnloser Tiger?. Viele Frauen erführen derzeit nur durch Zufall, dass Männer auf der gleichen Position besser bezahlt würden, sagte Schwesig am Donnerstag bei der ersten Lesung im Bundestag. Ein Anspruch auf Auskunft soll deshalb mehr Transparenz schaffen.

Derzeit beträgt die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen nach Schwesigs Angaben in Deutschland 21 Prozent. Dies liegt zum großen Teil daran, dass Frauen mehr Teilzeit und in generell schlechter bezahlten Jobs, etwa in Pflegeberufen, arbeiteten. Rechnet man diese Faktoren heraus, beträgt der Unterschied immer noch 7 Prozent.

Ein Auskunftsanspruch über die Kriterien der Bezahlung soll künftig in Betrieben ab 200 Beschäftigten gelten. Die Opposition kritisiert, dass damit weniger als die Hälfte aller Frauen in Betrieben erfasst würden. Auch Schwesig hatte ursprünglich den Auskunftsanspruch für alle Beschäftigten gewollt, das war mit der Union aber nicht zu machen.

Damit lasse Schwesig "die Mehrheit der Frauen im Regen stehen", sagte Cornelia Möhring für die Linksfraktion. Es wäre besser, wenn das Gesetz gar nicht vom Bundestag verabschiedet würde. Für die Grünen sagte Katja Dörner, der Gesetzentwurf sei ein "zahnloser Tiger". Er streue den Frauen "Sand in die Augen, weil nicht drin ist, was drauf steht."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Zehntausende protestieren in Paris gegen Macrons Reform. Das berichteten der Nachrichtensender BFMTV und andere französische Medien, die Polizei nahm zu Zahlen zunächst keine Stellung. Der Linksaußenpolitiker Jean-Luc Mélenchon, der zu der Demonstration aufgerufen hatte, sprach von einem Erfolg. "Die Schlacht ist nicht vorbei, sie beginnt", rief er vor der Menschenmenge an der Place de la République im Osten der Hauptstadt. PARIS - In Paris haben Zehntausende Menschen gegen die umstrittene Arbeitsmarktreform von Staatspräsident Emmanuel Macron protestiert. (Wirtschaft, 23.09.2017 - 18:46) weiterlesen...

POLITIK: Gabriel nennt Mays Brexit-Rede enttäuschend. Die Rede Mays am Freitag in Florenz sei "enttäuschend" gewesen, sagte Gabriel am Samstag in Wolfenbüttel. "Langsam läuft uns die Zeit weg". Er bezifferte die finanziellen Forderungen der EU an Großbritannien wie andere EU-Politiker zuvor auf 60 bis 100 Milliarden Euro. WOLFENBÜTTEL - Außenminister Sigmar Gabriel hat die britische Premierministerin Theresa May aufgefordert, endlich Klarheit über die Bedingungen des EU-Austritts zu schaffen. (Wirtschaft, 23.09.2017 - 18:16) weiterlesen...

Konflikt um Katalonien spitzt sich zu - Streit um Polizei. Die Madrider Zentralregierung gab am Samstag die Übernahme der Kontrolle über die katalanische Polizei bekannt. Der katalanische Innenminister Joaquim Forn entgegnete in Barcelona, die Regional-Polizei Mossos d'Esquadra werde die Entscheidung nicht akzeptieren. MADRID/BARCELONA - Der Separatisten-Konflikt in Katalonien hat sich acht Tage vor einer umstrittenen Abstimmung über die Loslösung der Region von Spanien weiter zugespitzt. (Wirtschaft, 23.09.2017 - 18:16) weiterlesen...

Gabriel kritisiert Irans Raketentest - und verteidigt Atomabkommen. Der Test einer Mittelstreckenrakete sei, sollten entsprechende Berichte zutreffen, "keine kluge Aktion" gewesen, sagte Gabriel am Samstag in Wolfenbüttel. "Wir brauchen Entspannung und nicht gegenseitiges Aufhetzen", betonte der SPD-Politiker. WOLFENBÜTTEL - Außenminister Sigmar Gabriel hat den mutmaßlichen iranischen Raketentest kritisiert, zugleich aber das Atomabkommen mit Teheran verteidigt. (Wirtschaft, 23.09.2017 - 18:16) weiterlesen...

Rund 130 000 Fachbesucher bei weltgrößter Messe für Werkzeugmaschinen. "Laut Umfrage wollen die EMO-Besucher in den kommenden 24 Monaten mehr als 20 Milliarden Euro in Produktionstechnik investieren", teilte die Sprecherin des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken, Sylke Becker, zum Abschluss der Messe am Samstag mit. Der Generalkommissar der EMO Hannover 2017, Carl Martin Welcker, zog ebenfalls eine positive Bilanz. "Mehr Geschäft, mehr Internationalität und mehr Innovationen: Die Messe hat einmal mehr ihre Position als Weltleitmesse für die Metallbearbeitung bewiesen", sagte er. HANNOVER - Die weltgrößte Messe für Werkzeugmaschinen, die EMO in Hannover, hat nach Veranstalterangaben für viele Hersteller volle Auftragsbücher gebracht. (Boerse, 23.09.2017 - 18:15) weiterlesen...

Ein Hauch Optimismus: Italien hebt Wirtschaftsprognosen an. "Wir haben höhere und solidere Wachstumszahlen als zunächst vorhergesehen", sagte Regierungschef Paolo Gentiloni am Samstag in Rom. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll 2017 um 1,5 Prozent steigen, zuvor war mit 1,1 Prozent gerechnet worden. 2018 und 2019 soll es so weitergehen. "Vielleicht hält der ein oder andere diese Prognose für zu optimistisch, ich betrachte sie als vollkommen gerechtfertigt", sagte Finanzminister Pier Carlo Padoan. ROM - Italien hat seine Prognosen für die Wirtschaftsleistung in diesem und im kommenden Jahr angehoben. (Wirtschaft, 23.09.2017 - 18:11) weiterlesen...