Luftverkehr, Flughafen

Berlin - Der neue Berliner Flughafen BER kann einem Gutachten zufolge womöglich erst 2019 statt wie zuletzt geplant 2018 in Betrieb gehen.

08.03.2017 - 16:28:24

Gutachten von Roland Berger - Berliner Flughafen BER geht womöglich erst 2019 in Betrieb

«Ohne weitere Maßnahmen kann sich eine Eröffnung des BER bis 2019 verzögern», heißt es nach Angaben des Berliner «Tagesspiegels» in einer Analyse der Unternehmensberatung Roland Berger. Die «Projektorganisation» und diverse Prozesse müssten verbessert werden.

Das Gutachten sei im Auftrag der Flughafengesellschaft (FBB) erstellt worden und dem neuen Geschäftsführer Engelbert Lütke Daldrup am Mittwoch übergeben worden, sagte ein FBB-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Es werde nun von den Fachleuten der FBB ausgewertet und im Anschluss daran in den Gremien diskutiert. Zum Inhalt sagte der Sprecher nichts.

Am Dienstag hatte die Deutsche Flugsicherung (DFS) laut einem Bericht des «Handelsblatts» gewarnt: Sollte der Hauptstadtflughafen BER auch 2018 nicht eröffnet werden, würde sich die Inbetriebnahme mindestens bis 2020 verzögern. Die DFS sehe sich nicht in der Lage, einen Start kurzfristig zu gewährleisten.

«Die DFS hat sich auf einen Termin 2012 vorbereitet und die Anspannung hochgehalten», sagte DFS-Präsident Klaus-Dieter Scheurle der Zeitung (Dienstag/online). «Jedoch wird diese nach 2018 nicht mehr hochgehalten werden können. Bei einer späteren Inbetriebnahme des BER könnte die Mindest-Vorlauffrist deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen als die bisher genannten 13 Monate.

Bislang hatte es geheißen, die DFS werde nach der offiziellen Bekanntgabe eines Starttermins 13 Monate benötigen, um die Luftraumstruktur und das Flugverfahren festzulegen, zu erproben und freizugeben. «Diese Frist ist bereits knapp kalkuliert», sagte Scheurle.

Aufgrund der zahlreichen Verschiebungen des Eröffnungstermins habe die DFS lange Zeit Mitarbeiter für zwei Tower an den Flughäfen Tegel und Schönefeld bereitgehalten, von denen bis Ende 2018 aber etliche in den Ruhestand gingen. Entsprechend müssten erst neue Lotsen ausgebildet werden, was in der Regel zwei bis drei Jahre dauere.

@ dpa.de

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