Regierungen, Nordafrika

BERLIN - Der CDU-Außenexperte Norbert Röttgen sieht Europa nach dem Hamburger G20-Gipfel wegen der Isolation von US-Präsident Donald Trump vor einem strategischen Dilemma.

10.07.2017 - 05:19:24

G20/Röttgen: Europa hat nach Hamburger G20-Gipfel strategisches Problem. Trump habe für seinen Abschottungskurs und den Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen keine Unterstützung gefunden, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

"Für Europa gibt es kein alternatives Bündnis", sondern nur jenes zu den USA, sagte Röttgen. "Es bleibt zu hoffen, dass die USA unter Trump durch die Gipfelerfahrung lernen, dass die Selbstisolierung das Land schwächt und vor allem China stärkt." Ein hoffnungsvolles Ergebnis von Hamburg sei, dass die Aussichten für ein amerikanisch-russisches Zusammenwirken in Syrien gestiegen seien. "Sollte es hier zu Fortschritten kommen, muss auch Europa bereit sein zum Engagement", forderte Röttgen.

Beim Thema Klimaschutz hatten die größten Wirtschaftsnationen am Samstag in Hamburg erstmals in der G20-Geschichte einen Dissens in der Abschlusserklärung festgeschrieben, der Trump isolierte. Die 19 anderen Mitglieder der Runde bekannten sich darin zu einer raschen Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, aus dem die USA unter Trump ausgestiegen sind.

Im Handelsstreit mit den USA bekannten sich die größten Wirtschaftsnationen zwar zu freiem Handel, globalen Regeln und gegen Protektionismus. Aber auch die Rolle von "legitimen Verteidigungsinstrumenten" wurde ausdrücklich anerkannt. Das ist eine Konzession an den US-Präsidenten. Hintergrund des Streits ist dessen "Amerika-zuerst"-Strategie.

@ dpa.de

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