Regierungen, Deutschland

BERLIN - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beginnt am Montag eine viertägige Reise in die westafrikanischen Länder Ghana und Gambia.

10.12.2017 - 14:26:24

Wirtschaft und Flucht im Fokus: Steinmeier besucht Westafrika. Es ist sein erster Besuch Afrikas seit dem Amtsantritt im März. Neben dem Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen steht die Bekämpfung von Fluchtursachen und die Integration von Rückkehrern im Vordergrund. Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) und rund 20 Unternehmer begleiten den Bundespräsidenten. Zur Delegation gehören auch der aus Ghana stammende frühere Fußball-Profi Gerald Asamoah und die Sängerin Jennifer Y'akoto.

Die deutsche Wirtschaft verbindet einige Hoffnungen mit der Reise nach Westafrika. DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier betonte, Steinmeier setze damit ein wichtiges Signal und zeige, "dass die strategische Neuausrichtung der deutschen Afrikapolitik auf Wirtschaft und Investitionen auch nach der deutschen G20-Präsidentschaft und dem EU-Afrikagipfel Bestand hat".

Das westafrikanische Ghana gilt als Musterschüler Westafrikas und als relativ robuste Demokratie. Deshalb wurde Ghana als eines von drei Ländern für eine Reformpartnerschaft mit Deutschland ausgewählt - neben der Elfenbeinküste und Tunesien. Jedes Land bekommt einmalig etwa 100 Millionen Euro zusätzlich, der Schwerpunkt in Ghana soll auf der Förderung regenerativer Energien liegen.

Seit der Jahrtausendwende ist die Wirtschaft in dem 27-Millionen-Einwohner-Land stetig gewachsen, wenn auch mit einer spürbaren Delle in den letzten Jahren. Die wichtigsten Exportprodukte sind Öl, Gold und Kakao. Zuletzt gelang Ghana ein friedlicher Machtwechsel. Präsident John Dramani Mahama machte nach der Wahl vom Dezember ohne Streit für Wahlsieger Nana Akufo-Addo Platz - bei weitem keine Selbstverständlichkeit in Afrika.

Kontrastprogramm Gambia: Noch nie war ein deutscher Bundespräsident in dem kleinen westafrikanischen Land, das erst im Januar seinen langjährigen Alleinherrscher Yayha Jammeh davongejagt und sich vorsichtig auf den Weg zur Demokratie gemacht hat. Und das mit Hilfe der Panzer einer westafrikanischen Eingreiftruppe. Der neue Präsident Adama Barrow hatte Ende 2016 die Wahl gegen Jammeh gewonnen. Steinmeier will ihm nun demonstrativ den Rücken stärken; das Erbe der Diktatur gilt noch lange nicht als bewältigt.

Die UN zählen Gambia zu den 20 ärmsten Ländern der Welt. Viele Menschen machen sich von dort auf den Weg nach Europa, um dem Elend zu entrinnen. Oft vergeblich. Steinmeier trifft am Donnerstag auch Rückkehrer vor allem aus Libyen, denen die Flucht nicht gelungen ist und denen nun beim Aufbau einer Existenz geholfen wird.

@ dpa.de

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