Indikatoren, Deutschland

BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel dringt auf eine altersgerechte Ausgestaltung der Arbeitswelt.

16.03.2017 - 15:02:25

Merkel für altersgerechte Ausgestaltung der Arbeitswelt. Dies sei wichtig, um das volle Erwerbstätigkeitspotenzial auszuschöpfen, sagte die CDU-Vorsitzende am Donnerstag in Berlin bei einer Veranstaltung zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland. Sie verwies in dem Zusammenhang etwa auf flexible Arbeitsmodelle, die Flexi-Rente, die Förderung von Existenzgründern und Weiterbildungsmaßnahmen. Der "Demografiegipfel" stand unter dem Motto "Zusammenhalt stärken - Verantwortung übernehmen".

Merkel sagte, vor fünf Jahren sei man davon ausgegangen, dass die Ballungszentren zwar wachsen, die Bevölkerung bundesweit aber schrumpfe. Nun zeichne sich ein anderes Bild ab. Die Gründe dafür seien der Zuzug aus dem europäischen Ausland und von Flüchtlingen. "Deshalb wird Prognosen von heute zufolge Deutschland in den nächsten 20 Jahren eine recht stabile Bevölkerungszahl haben und in etwa auf dem Niveau von heute bleiben." Hinzu komme die derzeitige recht gute Wirtschaftslage, die so auch nicht absehbar gewesen sei.

Die Kanzlerin warnte, das Thema demografischer Wandel dürfe vor dieser Entwicklung nicht in den Hintergrund rücken, denn es bleibe bei der Grundtendenz, dass den Erwerbstätigen eine wachsende Zahl älterer Menschen gegenüberstehen werde. "Und so schön natürlich eine höhere Lebenserwartung ist, so sehr stellt uns das natürlich trotzdem auf eine Bewährungsprobe, ganz besonders auch mit Blick auf unsere sozialen Sicherungssysteme."

Merkel betonte, letztlich gehe es um den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie sprach sich für einen selbstbewussten Umgang mit dem Alter aus und betonte die Bedeutung der Familie. Zugleich mahnte sie, die Daseinsvorsorge in ländlichen Regionen zu gewährleisten, etwa bei der Digitalisierung oder der Gesundheitsversorgung. "Ansonsten braucht man von Gleichwertigkeit der Lebensbedingungen in Deutschland nicht zu sprechen."

Die Kanzlerin mahnte mehr Investitionen in Bildung und Forschung an. "Ein Land, das in seinem Durchschnittsalter eher älter wird, muss innovativ bleiben." Sie wies etwa auf eine bundesweite Cloud hin, über die Lehrinhalte zur Verfügung gestellt werden könnten. "Denn ich glaube, neben Lesen, Schreiben, Rechnen gehört Programmieren in Zukunft auch zu den Basisfähigkeiten für unsere jungen Leute."

Innenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte, die Vitalität der sogenannten "jungen Alten" sei eine Riesenchance für Deutschland. Ihre Tatkraft etwa in Familien oder im Ehrenamt gelte es zu fördern und zu fordern. Er rief zugleich dazu auf, die Gesellschaft nicht in Gewinner und Verlierer aufzuteilen. "Nicht beim Thema Demografie, und auch nicht woanders."

Doris Wagner von den Grünen kritisierte den "Demografiegipfel" als Schaufensterveranstaltung. Für Fortschritte bedürfe es "endlich eine Demografiebeauftragte oder einen Demografiebeauftragten im Kanzleramt mit Veto- und Sanktionsmöglichkeiten".

@ dpa.de

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