Indikatoren, Deutschland

BERLIN - Angesichts von Millionen Arbeitnehmern mit Niedriglohn in Deutschland fordert die Linke ein energisches Gegensteuern.

08.09.2017 - 07:15:25

Linke fordert Kampf gegen Niedriglohn - 4,2 Millionen Betroffene. "Arm trotz Arbeit darf es nicht länger geben", sagte die Fraktionsvize-Chefin und Arbeitsmarktexpertin Sabine Zimmermann der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte arbeitete Ende 2016 laut Bundesagentur für Arbeit (BA) bundesweit zu einem Niedriglohn. Betroffen waren rund 4,2 Millionen Menschen. Die Niedriglohnschwelle liegt dabei gemäß einer Definition der OECD bei 2088 Euro.

Zimmermann verwies auf die erheblichen Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland. So lag der Niedriglohnanteil im Osten mit 35 Prozent mehr als doppelt so hoch wie im Westen mit 16,7 Prozent.

Zwischen Ost und West habe es in den vergangenen Jahren eine gegenläufige Entwicklung gegeben, so Zimmermann unter Berufung auf die BA. Während im Osten der Anteil von 38,5 Prozent Ende 2012 kontinuierlich auf zuletzt 35 Prozent zurückging, stieg er im Westen von 16,3 auf 16,7 Prozent an.

Bei Frauen lag Ende 2016 bundesweit der Anteil von Entgelten unter der Schwelle des unteren Entgeltbereichs mit 27,8 Prozent deutlich höher. Bei Männern waren 16,2 Prozent betroffen.

Zimmermann sprach von einem "Armutszeugnis" für die Bundesregierung. Nötig sei eine Erhöhung des Mindestlohns, die Abschaffung von Leiharbeit sowie ein Verbot von Befristungen von Arbeitsverhältnissen ohne sachlichen Grund wie die Besetzung einer Stelle etwa während der Elternzeit. "Arbeit, von der man leben kann, ist das Maß der Dinge, dafür muss die Politik die Voraussetzungen schaffen."

@ dpa.de

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