Deutschland, Volkswirtschaft

BAD NEUENAHR-AHRWEILER - Deutschland zahlt weitere zwei Millionen Euro in den weltweiten Fonds zur Eindämmung tödlicher Arbeitsrisiken in Entwicklungsländern ein.

18.05.2017 - 16:12:24

Fonds für faire Produktion erhält mehr Geld. Das sagte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) am Donnerstag in Bad Neuenahr-Ahrweiler beim Treffen mit ihren Amtskollegen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20). "Leider erschüttern uns immer wieder tragische Unfälle, die aufgrund schlechter und ausbeuterischer Arbeitsbedingungen verursacht werden." Bisher verfügte der 2016 gestartete sogenannte Vision Zero Fonds laut Bundesarbeitsministerium über 7,5 Millionen Euro. Er war auf deutsche Initiative hin angeschoben worden.

Nahles sagte beim zweitägigen Treffen der G20-Arbeitsminister, das Geschäftsmodell globaler Lieferketten gerate in Verruf, "wenn Profitgier zu menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen führt". Das sei auch nicht im Interesse deutscher Unternehmen, die in der Mehrzahl "Gutes tun". Die G20 wollten dafür eintreten, "existenzsichernde Löhne zu fördern, besseren Arbeitsschutz zu schaffen und ein klares Signal gegen Kinderarbeit und Zwangsarbeit zu setzen".

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich erst am Mittwoch in Berlin gegen Niedriglöhne bei der weltweiten Produktion auch für die westlichen Märkte ausgesprochen. Ausdrücklich warb sie für mehr Tarifverhandlungen entlang der Lieferketten.

Linken-Sozialexpertin Jutta Krellmann kritisierte, dass sich Nahles mit freiwilligen Maßnahmen zufrieden gebe. "Denn diese laufen in der Regel auf bloße Luftnummern hinaus." Nötig seien verbindliche und länderübergreifende Regelungen, "um die Negativspirale bei Löhnen und Arbeitsbedingungen im Zuge der Globalisierung einzudämmen".

Die G20-Arbeitsminister wollten zudem über den digitalen Wandel, Erwerbstätigkeit von Frauen, die Integration von Migranten und Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt sowie über Jugendbeschäftigung und Ausbildung sprechen.

@ dpa.de

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