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Auswärtiges Amt, Berlin

24.10.2016 - 16:18:00

DAAD und UNHCR ermöglichen syrischen Flüchtlingen in der Türkei und dem Mittleren Osten ein Studium

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Berlin (pressrelations) -
DAAD und UNHCR ermöglichen syrischen Flüchtlingen in der Türkei und dem Mittleren Osten ein Studium


Syrische Flüchtlinge in der Türkei und dem Mittleren Osten können künftig leichter ein Studium in der Region aufnehmen oder fortsetzen. Dies ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR). Hierzu bündeln die Organisationen die Ressourcen zweier Projekte: dem HOPES-Projekt des DAAD mit seinen Konsortialpartnern und dem DAFI-Stipendienprogramm des UNHCR.

Das von der EU finanzierte HOPES-Projekt beim DAAD richtet sich an studierfähige syrische Flüchtlinge in Jordanien, Libanon, Ägypten, Irak und der Türkei. Bis zu 600 junge Menschen können mit Hilfe der Stipendien ein Studium beginnen oder abschließen. Auch benachteiligte Jugendliche aus den Aufnahmeländern profitieren von dem Angebot. Das Projekt läuft bis Ende 2019.

Die Deutsche Akademische Flüchtlingsinitiative Albert Einstein (DAFI) bei UNHCR wurde bereits im Jahre 1992 gegründet. Seither wurden mehr als 8.000 Stipendien an Bachelor-Studierende vergeben, die aus ihren Heimatländern geflohen und von den Vereinten Nationen als Flüchtlinge anerkannt sind. Das Programm wird vom deutschen Auswärtigen Amt finanziert. Vor dem Hintergrund der Syrienkrise hat das Auswärtige Amt zusätzliche Stipendien für syrische Flüchtlinge zur Verfügung gestellt.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier:

2016 werden 2.500 zusätzliche DAFI-Stipendien von Deutschland finanziert - vor allem für syrische, aber auch für afghanische und afrikanische Flüchtlinge. Mit ihrem Engagement auf dem Gebiet der Hochschulbildung und diesen Stipendien gibt die Bundesregierung jungen Flüchtlingen die Möglichkeit, ihre Zukunft selbst zu gestalten und damit zum Wohlergehen ihrer Gemeinschaften beizutragen.
Die Verbindung von HOPES und DAFI schafft nun neue Synergien. UNHCR stellt dem DAAD bewährte Strukturen in der Region zur Verfügung. Die ersten Stipendiatinnen und Stipendiaten konnten ihr Studium bereits zum Wintersemester aufnehmen.
Ich freue mich über die positive Wirkung dieser intensiven Zusammenarbeit zwischen DAAD und UNHCR. Durch die Verbindung unserer Programme können wir mehr jungen talentierten Menschen ein Studium in der Region ermöglichen...

..., sagt DAAD-Präsidentin Prof. Margret Wintermantel. Mit einer gemeinsamen Informationskampagne haben DAAD und UNHCR bereits eine große Anzahl von Interessenten erreicht. Alleine in der Türkei haben sich 13.500 Kandidaten auf 1.500 Stipendienplätze beworben.

Finanziert werden die Stipendien von HOPES (90), DAFI (750) und YTB, dem Amt für Auslandstürken (660). Die Auswahlprozesse in Jordanien, Libanon, Ägypten und Irak finden gerade statt. Entscheidungen werden von gemeinsamen HOPES-DAFI-Auswahlkommissionen getroffen.

Hintergrund:

Das HOPES-Projekt wurde im April 2016 gestartet. Das Projektkonsortium wird angeführt vom DAAD. Partner sind die europäischen Schwesterorganisationen British Council, EP-Nuffic und Campus France. HOPES ermöglicht syrischen Flüchtlingen und benachteiligten jungen Menschen aus den Aufnahmeländern Hochschul- und Weiterbildung. Der DAAD ist für die Vergabe von Stipendien und der dazugehörigen Beratungsleistungen verantwortlich. Der British Council fördert studienvorbereitende Englischkurse und EP-Nuffic vergibt über ein Ausschreibungsverfahren Gelder für innovative Bildungsprojekte und -angebote in der Region. Campus France übernimmt Dialog- und Netzwerkmaßnahmen sowie die Öffentlichkeitsarbeit für das HOPES-Projekt. HOPES wird finanziert aus dem "Madad Fund" der EU, der sich als europäische Antwort auf die Syrienkrise versteht.

Das DAFI-Programm hat seit 1992 Tausenden von Flüchtlingen die Möglichkeit gegeben, in ihren jeweiligen Gastländern ein Hochschulstudium aufzunehmen. Im Jahr 2016 konnten mehr als 5.000 Studierende in 40 Ländern gefördert werden. Das Programm wird vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen direkt administriert und maßgeblich vom Auswärtigen Amt finanziert.


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