Regierungen, Deutschland

(ausgefallener Buchstabe im ersten Satz)

19.05.2017 - 14:35:24

WDH/ROUNDUP: G20-Minister wollen Kampf gegen ausbeuterische Arbeit verstärken

BAD NEUENAHR-AHRWEILER - Die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) wollen verstärkt gegen tödliche Arbeitsrisiken in Entwicklungsländern vorgehen. Zum Abschluss des zweitägigen G20-Arbeitsminister-Treffens in Bad Neuenahr-Ahrweiler sagte die deutsche Ressortchefin Andrea Nahles (SPD) am Freitag, der weltweite Fonds für den Kampf gegen ausbeuterische Arbeitsbedingungen werde weiter aufgestockt.

Neben den von Deutschland gerade neu zugesagten zwei Millionen Euro wolle das Nicht-G20-Land Norwegen umgerechnet rund 320 000 Euro einzahlen. Weitere drei bis vier Länder hätten ebenfalls Geld zugesagt. Bisher verfügte der sogenannte Vision Zero Fonds über 7,5 Millionen Euro.

Laut Nahles sterben jedes Jahr weltweit 2,3 Millionen Menschen bei Arbeitsunfällen. 170 Millionen Mädchen und Jungen seien von Kinderarbeit betroffen. 20 Millionen Menschen müssten als Zwangsarbeiter schuften. Die G20-Arbeitsminister bekannten sich zu guten Arbeitsbedingungen und fairen Löhnen in globalen Lieferketten. Sie betonten die gemeinsame Verantwortung von Unternehmen und Regierungen.

Linke und Grüne hatten zuvor mehr Engagement verlangt. Niema Movassat, Linken-Experte für wirtschaftliche Zusammenarbeit, forderte gesetzlich verankerte ökologische, soziale und arbeitsrechtliche Mindeststandards für global agierende Konzerne. Doch bisher drücke sich die Politik davor. Bisherige Projekte der Bundesregierung zum Thema seien reine Feigenblätter.

Nahles wies die Kritik zurück: "Wir sind hier ja keine gesetzgebende Versammlung. Das hier ist ein Austausch mit informellem Charakter." Es sei schon gut, überhaupt eine Übereinstimmung in diesem Kreis erzielt zu haben.

Die G20-Arbeitsminister sprachen zudem über Arbeit im digitalen Zeitalter, Erwerbstätigkeit von Frauen sowie die Integration von Migranten und Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt.

@ dpa.de

Vergessen Sie Börsenliteratur!

Lesen Sie nur noch dieses Buch: „Der Börsenflüsterer“ von Meir Barak! Der gefeierte Börsenspezialist Barak zeigt Ihnen im kostenlosen ersten Teil seins Buches, wie Sie jetzt an der Börse aus der Routine ausbrechen können. Sie werden weniger arbeiten und trotzdem mehr verdienen. Und so einfach geht es …!

Weitere Meldungen

Guterres und Tillerson diskutieren UN-Budget in Washington. Das bestätigte UN-Sprecher Stéphane Dujarric am Mittwoch in New York. Für denselben Tag war zudem ein offizielles Treffen der beiden geplant. Während seines mehrtägigen Besuchs in Washington traf Guterres am Mittwoch auch den Sprecher des Abgeordnetenhauses, Paul Ryan, um über den US-Beitrag zum Haushalt der Weltorganisation zu sprechen. NEW YORK/WASHINGTON - UN-Generalsekretär António Guterres hat mit US-Außenminister Rex Tillerson über mögliche Kürzungen im Budget der Vereinten Nationen gesprochen. (Wirtschaft, 28.06.2017 - 23:02) weiterlesen...

'HB': EU-Kommission stellt europäische Altersvorsorge 'Pepp' vor. Kommissions-Vizepräsident Valdis Dombrovskis werde am Donnerstag den Verordnungsentwurf für europäische Vorsorgeprodukte namens "Pepp" (Pan European Pension Product) vorlegen, meldete das "Handelsblatt" (Mittwoch) vorab. BRÜSSEL - Die EU-Pläne für eine europaweite private Altersvorsorge nehmen Gestalt an. (Boerse, 28.06.2017 - 19:59) weiterlesen...

Atommüll-Transport am EnBW-Zwischenlager in Neckarwestheim angekommen. Das Spezialschiff mit drei Castor-Behältern hatte am Morgen am stillgelegten Atomkraftwerk Obrigheim abgelegt. Zunächst war unklar, wann die Container mit ausgedienten Brennelementen vom Schiff in das Zwischenlager gebracht werden. Auf der rund 50 Kilometer langen Strecke hatten Atomkraftgegner wiederholt gegen den ersten Transport von Atommüll auf einem Fluss in Deutschland protestiert. Der Energieversorger EnBW plant in den nächsten Wochen vier weitere Fahrten. NECKARWESTHEIM - Nach rund 13 Stunden Fahrt ist der umstrittene Atommüll-Transport auf dem Neckar am Mittwochabend am Zwischenlager in Neckarwestheim angekommen. (Boerse, 28.06.2017 - 19:56) weiterlesen...

Kreise: Kampfdrohnen-Anmietung scheitert am Widerstand der SPD. Die SPD blockierte die Anmietung israelischer Kampfdrohnen am Mittwoch im Bundestag, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Haushaltsausschusses erfuhr. Eigentlich sollten die Parlamentarier das Vorhaben in der letzten regulären Sitzung des Haushaltsausschusses vor der Sommerpause billigen, doch das Thema wurde von der Tagesordnung genommen. Die Sozialdemokraten stören sich an der Bewaffnung der Drohnen. BERLIN - Eines der wichtigsten Rüstungsprojekte von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ist vorerst gescheitert. (Boerse, 28.06.2017 - 19:36) weiterlesen...

Streit um Frankreichs Atomreaktor Flamanville geht in neue Runde. Die Atomaufsicht stellte fest, dass der erste französische Atomreaktor der neuen Generation zwar mit seinem Reaktorbehälter starten könne. Der Deckel müsse jedoch bis Ende 2024 ausgetauscht werden. PARIS - Der jahrelange Streit um den französischen Atomreaktor Flamanville am Ärmelkanal geht in eine neue Runde. (Boerse, 28.06.2017 - 19:25) weiterlesen...

Seehofer fordert maßvolle Bankenregulierung. Die Besonderheiten der Sparkassen im Freistaat müssten ausreichend berücksichtigt werden, mahnte Seehofer. Die Staatsregierung werde sich in Brüssel weiter "mit aller Macht" für das deutsche Drei-Säulen-Modell aus Privatbanken, Sparbanken und Genossenschaftsbanken einsetzen. ERLANGEN - Vor dem Bayerischen Sparkassentag am Donnerstag in Erlangen hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) eine maßvolle Bankenregulierung gefordert. (Boerse, 28.06.2017 - 19:15) weiterlesen...