Verkehr, Bahn

Als Finanzvorstand schrieb Richard Lutz die verbesserte Bilanz, nächste Woche kann er sie als Vorstandschef wohl selbst präsentieren.

16.03.2017 - 14:39:23

Umsatzwachstum - Deutsche Bahn kehrt in die Gewinnzone zurück. In den Geschäftsfeldern gibt es aber weiter Sorgenkinder.

Berlin knapp 1,8 Milliarden Euro betragen, Abschreibungen für den kriselnden Schienengüterverkehr und den Konzernumbau drückten das Ergebnis unterm Strich ins Minus.

Damit wird dieses Jahr nicht gerechnet. Der Umsatz wuchs 2016 leicht auf die Rekordsumme von 40,6 Milliarden Euro (Vorjahr: 40,4 Milliarden Euro).

Finanzvorstand Lutz soll am Mittwoch zum neuen Vorstandsvorsitzenden bestellt werden, nachdem sein Vorgänger Rüdiger Grube im Streit um eine Vertragsverlängerung gekündigt hatte. Grube hatte schon im Januar die Trendwende in der Konzernbilanz angekündigt. Damals sprach er noch von einem bereinigten Ebit von rund 1,8 Milliarden Euro.

Der Schienengüterverkehr in Deutschland bleibt jedoch unter Druck, wie am Mittwoch bekannt geworden war. Der Umsatz von DB Cargo sank 2016 um 4,3 Prozent auf knapp 4,6 Milliarden Euro - etwas stärker als erwartet. Inzwischen gilt ein Sanierungsplan.

Das Geschäft mit ICE- und Intercity-Fahrten hat sich stabilisiert. Streiks, Unwetter und die Bus-Konkurrenz hatten 2015 Einbußen gebracht. 2016 wuchs der Umsatz um rund 100 Millionen Euro auf mehr als vier Milliarden Euro. Dazu trugen Sonderangebote und der Start der Neubaustrecke Erfurt-Halle/Leipzig Ende 2015. Marktanteile verliert die Bahn dagegen im Regionalverkehr.

@ dpa.de

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