Luftverkehr, Deutschland

Air Berlin sucht finanzielle Hilfe beim Staat.

12.06.2017 - 16:11:24

Übernahme durch Lufthansa? - Keine rasche Entscheidung über Air-Berlin-Bürgschaft. Wenn überhaupt, wird diese Unterstützung in Form einer Bürgschaft nicht sehr bald kommen.

Berlin/Düsseldorf - Die Bundesregierung erwartet keine kurzfristige Entscheidung über eine Bürgschaft für die finanziell angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin. «Es wird einige Wochen bis Monate dauern», sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums am Montag in Berlin.

Air Berlin hatte in der vergangenen Woche bei den Landesregierungen von Berlin und Nordrhein-Westfalen eine Voranfrage auf Prüfung eines Bürgschaftsantrags gestellt. Diese Anfrage wird jetzt gemeinsam vom Bund und den beiden Landesregierungen geprüft. Als Voraussetzung für mögliche staatliche Hilfen gilt ein tragfähiges Zukunftskonzept des Unternehmens.

Zuvor waren Verhandlungen zwischen dem Großaktionär Etihad und dem Tui-Konzern über eine gemeinsame Ferienfluggesellschaft der Air-Berlin-Tochter Niki mit Tuifly gescheitert. Niki bleibt nun erst einmal im Konzern. Sie bleibt für die Urlaubsflüge zuständig und bildet vorerst eine von zwei separaten Geschäftseinheiten.

Möglich ist auch eine Übernahme von Air Berlin durch Lufthansa, sofern Etihad die Schulden von rund 1,2 Milliarden Euro übernimmt. Lufthansa hat Interesse an einem solchen Geschäft bekundet. Als weitere Voraussetzung müssten aber kartellrechtliche Bedenken ausgeräumt werden.

Nach Einschätzung des Düsseldorfer Kartellrechtlers Martin Gramsch kommt eine so genannte Sanierungsfusion in Frage, die eine Zustimmung der zuständigen Kartellbehörde ermöglichen könnte. «In diesem Fall müsste die Lufthansa im Verfahren belegen, dass die Air Berlin sonst von der Insolvenz bedroht wäre und aus dem Markt ausscheiden würde», erläuterte der Jurist der Kanzlei Simmons & Simmons.

Eine Übernahme müsste von der europäischen Kartellbehörde geprüft werden, sagte Gramsch. Dafür sprächen Größe und europäische Bedeutung der beiden Gesellschaften. Das Bundeskartellamt könne zwar einen Antrag stellen, die Sache selbst zu verhandeln. Das schätze er aber als wenig aussichtsreich ein.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Irische Billigfluggesellschaft - Ryanair an Teilen der Airline Niki interessiert Berlin/Dublin - Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair ist an Teilen der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki interessiert. (Wirtschaft, 15.01.2018 - 21:44) weiterlesen...

Frankfurt und München - Große Flughäfen wachsen mit Lufthansa und Billigfliegern. Frankfurt und München bejubeln hohe Passagierzahlen, kommen damit aber auch an ihre Grenzen. Billigflieger wie Ryanair oder Easyjet drängen an die großen deutschen Flughäfen. (Wirtschaft, 15.01.2018 - 15:03) weiterlesen...

Frankfurter Flughafen - Ryanair & Co. bescheren Fraport Passagierrekord Frankfurt/Main - Der Antritt von Ryanair und das Wachstum von Großkunden wie Lufthansa haben dem Frankfurter Flughafen 2017 einen neuen Passagierrekord beschert. (Wirtschaft, 15.01.2018 - 09:36) weiterlesen...

Trolley an Bord kostet bei Ryanair nun häufig. Der Billigflieger hat seine Regeln fürs Handgepäck verändert. So ist die Mitnahme von zwei Handgepäckstücken zwar weiterhin kostenlos. Das größere - üblicherweise ein Standard-Kabinen-Rollkoffer - darf aber nur noch mit in die Kabine, wenn man den Aufpreis für das «Priority Boarding» bezahlt. Ansonsten wird es im Frachtraum transportiert. In die Gepäckfächer passen häufig nicht einmal halb so viele Rollkoffer wie Passagiere in die Sitze. Dublin - Wer seinen Trolley von heute an bei Ryanair mit an Bord nehmen möchte, muss womöglich dafür zahlen. (Politik, 15.01.2018 - 07:54) weiterlesen...

Insolvente Fluggesellschaft - Lauda will erneut für Air-Berlin-Tochter Niki bieten. Wien - Der frühere Formel-1-Rennfahrer Niki Lauda startet einen weiteren Versuch, die einst von ihm gegründete Fluggesellschaft Niki wieder zu übernehmen: «Ich werde selbstverständlich ein Angebot bis zum 19. Januar für Niki abgeben. Insolvente Fluggesellschaft - Lauda will erneut für Air-Berlin-Tochter Niki bieten (Wirtschaft, 14.01.2018 - 15:26) weiterlesen...

Lauda will erneut für Air-Berlin-Tochter Niki bieten. Wien - Der frühere Formel-1-Rennfahrer Niki Lauda startet einen weiteren Versuch, die einst von ihm gegründete Fluggesellschaft Niki wieder zu übernehmen. Das sagte Lauda dem Handelsblatt. Im Fall der insolventen Air-Berlin-Tochter war vergangenen Woche in Österreich ein zweites Hauptinsolvenzverfahren eröffnet worden. Damit haben nach Angaben des Landgerichts Korneuburg neben dem britischen-spanischen Luftfahrtkonzern IAG auch die bisherigen Bieter Tuifly, der Reisekonzern Thomas Cook und Lauda eine neue Chance für ein Angebot. Die Frist dafür läuft bis zum 19. Januar. Lauda will erneut für Air-Berlin-Tochter Niki bieten (Politik, 14.01.2018 - 14:04) weiterlesen...