Dem Vernehmen nach verlange die WestLB etwa 500 bis 700 Millionen Euro für ihre Immobilientochter, deren Buchwert bei rund 800 bis 900 Millionen Euro liegt. Weder Aareal noch WestLB wollten sich gegenüber der Zeitung äußern. Bei der Aareal habe es geheißen, die Bank strebe profitables Wachstum in ihren beiden Geschäftsfeldern Immobilienfinanzierung sowie Beratung und Dienstleistungen an und «beobachte darüber hinaus alle Marktentwicklungen intensiv».
Die Westimmo ist eine der ersten großen Banken, die auf Druck der Europäischen Wettbewerbskommission verkauft werden muss. Brüssel will staatlich gestützte Banken im Wettbewerb bremsen. Die WestLB war 2009 gerettet worden. Auch die Commerzbank muss ihre Immobilientochter Eurohypo verkaufen, hat dafür aber bis 2014 Zeit. Das Interesse der Aareal überrascht. Zwar verfügt sie dank einer stillen Einlage des staatlichen Stabilisierungsfonds Soffin von 525 Millionen Euro über eine komfortable Kernkapitalquote von elf Prozent. Geplant ist aber, die Quote mittelfristig auf zehn Prozent zu halten und zugleich bis Anfang 2011 mit der Rückzahlung der stillen Einlage zu beginnen.
Hamburg (ddpdjn)


































