Wiegand sieht Freie Wähler gerüstet für vorzeitige Bürgerschaftswahl: Nach dem vorzeitigen Aus der schwarz-grünen Koalition in Hamburg sehen sich die Freien Wähler für eine vorzeitige Bürgerschaftswahl gerüstet. 'Wir sind kampagnenfähig und haben das im Sommer beim Volksentscheid gegen die Schulreform durch eine stadtweite Plakataktion auch unter Beweis gestellt', sagte Landeschef Wolf Achim Wiegand im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd in Hamburg
Vergrößern Wiegand sieht Freie Wähler gerüstet für vorzeitige Bürgerschaftswahl | Bild: © dapd

Hamburg (dapd-nrd). . Seit der Neuwahlankündigung gingen viele Aufnahmeanträge ein, 'darunter von Personen, die gute Kandidaten wären'.

Wer Spitzenkandidat der Freien Wähler wird, ist noch offen. Darüber müsse eine Mitgliederversammlung entscheiden, sagte Wiegand. Die Partei führe dazu interne und externe Gespräche. 'Der Landesvorsitzende muss nicht unbedingt auch der Spitzenkandidat der Freien Wähler sein.'

'Die Enttäuschung über die CDU in Hamburg ist groß', sagte Wiegand weiter. Viele Hamburger hätten keine politische Heimat mehr. Daher sei er zwar vom Zeitpunkt des Koalitionsende überrascht worden, nicht aber von der Tatsache an sich. 'Ex-Bürgermeister Ole von Beust (CDU) hatte sich mit der GAL eine grün angestrichene rote Partei angelacht - das konnte nicht gutgehen.'

Oberstes Ziel seiner Partei sei der Einzug in die Bürgerschaft, betonte Wiegand. Seine Partei trete ein für eine freiheitliche Schulpolitik, soliden Umgang mit Steuermitteln und eine stärkere Beachtung des Bürgerwillens. 'Das kann man auch mit wechselnden Partnern erreichen, muss sich also nicht in eine Koalition einzementieren lassen. Das gerade gescheiterte Schwarz-Grün ist das Warnbeispiel.'

dapd