Arbeitgeber und Gewerkschaften sollten sich stattdessen auf Tarifverträge verständigen, regt der Ausschuss an. Das Gremium war vor zwei Jahren eingerichtet worden, um nach dem Mindestarbeitsbedingungengesetz Mindestlöhne für Branchen ohne stabile Tarifverträge zu prüfen.
Nach Angaben der dbb-Tarifunion sind bei den Call-Centern "Stundenlöhne der Beschäftigten von 5,75 Euro oder 6,45 Euro" üblich. Sieben Prozent der Call-Center-Mitarbeiter seien "Aufstocker", die trotz Vollbeschäftigung zusätzlich Hartz IV in Anspruch nehmen müssten. Der Vorsitzende der dbb-Tarifunion, Frank Stöhr, sagte: "Das Lohngefüge in der Call-Center-Branche ist nicht akzeptabel. Es muss dringend verbessert werden."
Die Gewerkschaft hatte ihren Angaben zufolge bereits im November 2009 ihren Antrag auf einen Mindestlohn von 9,50 Euro gestellt.


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