Weihnachtsurlaub - Fünf Clubs im Training - Hecking im Fokus: Der Weihnachtsurlaub war kurz wie selten. Für die Bundesliga-Profis aus Nürnberg, Freiburg, Stuttgart, Mönchengladbach und Hannover hat nur gut eine Woche nach dem letzten Hinrunden-Spiel wieder der Ernst des Lebens begonnen.
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Der früheste Rückrundenstart seit 30 Jahren veranlasste die fünf Clubs aus dem Oberhaus, schon am 28. Dezember in die Vorbereitung einzusteigen. Dabei wurde Dieter Hecking die größte Aufmerksamkeit zuteil. Vor 1200 Zaungästen leitete er das erste Training beim 1. FC Nürnberg - fünf Tage früher als ursprünglich geplant. «Es geht um den Klassenerhalt. Dafür sind Opfer zu bringen», sagte der 45 Jahre alte Fußball-Lehrer.

Gleich bei seinem Dienstbeginn nahm Hecking erste personelle Korrekturen vor. Der Nachfolger von Michael Oenning beförderte den 21-jährigen Philipp Wollscheid vom Regionalligateam des FCN in den Profikader. Peter Perchtold, Güngör Kaya und Tomasz Welnicki, die bisher zum Bundesliga-Aufgebot der Franken gehörten, sollen ab sofort mit der zweiten Mannschaft trainieren. Hecking hatte den FCN-Profis fünf Tage Urlaub gestrichen, die er im Sommer womöglich wieder drauflegen will, «wenn wir in der Liga bleiben». «Wichtig ist, dass wir uns schnell aneinander gewöhnen», kommentierte Hecking.

Hecking und Hannovers Torhüter Uwe Gospodarek waren die einzigen Neuen, die es zum Trainingsauftakt der Vereine zu bestaunen gab. Immerhin konnten sich die Fans des SC Freiburg mit der Aussicht auf Verstärkung trösten. Wie der Club bestätigte, wurde der senegalesische Nationalspieler Pappis Demba Cissé vom französischen Zweitligisten FC Metz verpflichtet. Der Angreifer soll den Breisgauern eine Ablöse von 1,6 Millionen Euro wert sein, am Samstag in Freiburg eintreffen und am Sonntag mit ins sechstägige Trainingslager nach Spanien reisen.

Mit dem Klassenverbleib als Ziel begann beim VfB Stuttgart die Vorbereitung. «Wir müssen den Abstieg verhindern und nur das ist unser Ziel. Dafür gilt es, alle Kräfte zu bündeln», sagte Trainer Christian Gross. Bei einem ersten Jogginglauf fehlten nur Kapitän Matthieu Delpierre wegen eines angebrochenen Zehs, der bereits wegen des Afrika-Cups abgereiste Arthur Boka und der Langzeitverletzte Martin Lanig. «Januar und Februar sind ganz wichtige Monate für uns», sagte Gross.

Dessen Amtskollege Michael Frontzeck konnte der überschaubaren Auszeit positive Seiten abgewinnen. «Die kurze Weihnachtspause hat den Vorteil, dass die Spieler von ihrer Grundlagenausdauer nichts verlieren, in diesem Bereich werden wir also wenig arbeiten müssen», befand der Mönchengladbacher Trainer. Bis auf Karim Matmour, der sich mit der algerischen Nationalmannschaft auf den Afrika-Cup vorbereitet, und Michael Bradley (Sonderurlaub) standen Frontzeck alle Profis zur Verfügung. Schon einen Tag zuvor hatten die Rekonvaleszenten Filip Daems, Paul Stalteri und Christian Dorda einen ersten Belastungstest unternommen.

Für 18 Feldspieler und drei Torhüter ging in Hannover der weihnachtliche Müßiggang zu Ende. Trainer Andreas Bergmann begrüßte Torhüter Uwe Gospodarek (36) als einzigen Neuling. Die Niedersachsen denken aber noch über weitere Verpflichtungen nach. Neben den langzeitverletzten Fußball-Profis Altin Lala, Jacek Krzynowek und Vinicius fehlten die drei Afrikaner Karim Haggui (Tunesien), Constant Djakpa und Didier Ya Konan (beide Elfenbeinküste).

Düsseldorf (dpa)