Homburg (dapd-rps). Nach der Wahl drohe eine 'große Koalition gegen die kleinen Leute', sagte der Fraktionschef im saarländischen Landtag, Oskar Lafontaine, beim gemeinsamen Wahlkampfauftakt mit Parteivize Sahra Wagenknecht am Montagabend vor über 250 Gästen in der saarländischen Kreisstadt Homburg.
Der SPD warf Lafontaine 'Widersprüchlichkeit' vor, wenn sie sich inzwischen zur Schuldenbremse bekenne. So hätten die Sozialdemokraten beispielsweise kleinere Klassen und arbeitsmarktpolitische Initiativen gefordert und sich im Wahlkampf 2009 gegen Stellenstreichungen im öffentlichen Dienst ausgesprochen. Jetzt würden sie einen Sparkurs ankündigen und hätten erst Ende letzten Jahres einer Polizeireform mit dem Abbau von 300 Stellen zugestimmt.
Wenn SPD-Landeschef Heiko Maas eine Zusammenarbeit mit den Linken ablehne, weil diese die Schuldenbremse nicht einhalten wollten, sei das 'eine Lüge'. Die Linke wolle die Schuldenbremse einhalten, 'aber nicht auf Kosten der kleinen Leute, sondern auf Kosten der Millionäre'.
Im Blick auf den Wahlkampf von CDU und SPD, die beide immer wieder betonten, es gehe darum, ob Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) oder Maas die Regierung führe, unterstrich Lafontaine, den Leuten sei es 'piepegal ob Annegret oder Heiko', ihnen sei wichtig, ob sie 'einen Arbeitsplatz, eine sichere Rente oder einen guten Lohn' hätten.
Wagenknecht warf CDU und SPD vor, bereits vor der Wahl 'schon völlig ausgekungelt' zu haben, wie sie eine Schuldenbremse einhalten wollten: 'Sie wollen Lehrer entlassen, sie wollen Krankenschwestern entlassen'. Sie rief die Wähler auf: 'Wenn zwei sich so was auskungeln, sollte man ihnen einen Strich durch die Rechnung machen'.
dapd


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