Dresden (ddp-lsc). Wegen des Brandanschlags vom Ostermontag wird die Offizierschule des Heeres in Dresden künftig stärker bewacht. Neben zivilen Wachen werde in Zukunft auch militärisches Wachpersonal eingesetzt, sagte der Kommandeur der Offizierschule des Heeres, Brigadegeneral Franz Xaver Pfrengle, am Freitag in Dresden. Zudem sollten Zäune verstärkt und Kameras angebracht werden. Dennoch werde aus der Einrichtung «keine Festung» gemacht. «Wir können und wollen uns nicht von der Gesellschaft abgrenzen.»

Pfrengle sagte, der Anschlag habe die Bundeswehr «sehr getroffen». Er sprach von einer Qualität, die es so «in der Geschichte der Bundesrepublik noch nicht gegeben» habe. Dem Anschlag sei offenbar eine intensive und professionelle Planung vorausgegangen, sagte er. Dennoch seien eindeutige Spuren gefunden worden, so dass er zuversichtlich sei, dass die Täter ermittelt würden.

Nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) laufen die Ermittlungen und Spurenauswertungen noch. Einen konkreten Tatverdacht gebe es noch nicht, sagte eine Sprecherin auf Anfrage. Die Ermittler vermuten nach wie vor Linksextremisten hinter der Tat.

Bei dem Anschlag auf die Offizierschule des Heeres waren in der Nacht zum Ostermontag zahlreiche Fahrzeuge sowie ein Hangar beschädigt worden. 42 Autos, Busse und Lkw wurden zum Teil komplett zerstört. Der Schaden beläuft sich nach Bundeswehrangaben auf 3,3 Millionen Euro. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand.

An der Offizierschule werden in Lehrgängen jährlich 4000 Offiziere aus- und weitergebildet. Die Schule wurde 1998 von Hannover nach Dresden verlegt. Die Albertstadt-Kaserne ist den Angaben zufolge für rund 1300 Soldaten Dienstort und beschäftigt 150 Zivilangestellte.

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