Die Scania-Aktie sank nach Bekanntwerden der Bilanzzahlen am Mittwoch in Stockholm um 3,3 Prozent auf 112, 50 Kronen. Als Hintergrund galt vor allem der Rückgang beim Auftragseingang um 27 Prozent auf 15.846 bestellte Lastwagen und Busse im vierten Quartal. Konzernchef Leif Östling nannte Vorhersagen für das laufende Jahr schwierig und verwies auf "Probleme der Wirtschaftspolitik in der Eurozone".
Scania hat seit November zweimal die Drosselung der Produktion um jeweils 15 Prozent angekündigt. Im Gefolge sollen 1.900 Beschäftigte ihre Zeitverträge nicht verlängert bekommen. Man werde auch einige Investitionen aufschieben und bei Neueinstellungen sowie Ausgaben generell restriktiver handeln, hieß es weiter.
Im gesamten vergangenen Jahr konnte Scania seinen Nettogewinn noch leicht um vier Prozent auf 9,4 Milliarden Kronen steigern. Der Umsatz stieg um zwölf Prozent auf 87,7 Milliarden Kronen.
Volkswagen will Scania seit längerem mit dessen Münchner Konkurrenten MAN enger verzahnen. Die Wolfsburger kontrollieren beide Unternehmen und will diese enger aneinander binden. In gemeinsamen Arbeitsgruppen sollen die Möglichkeiten von Kosteneinsparungen zum Beispiel durch einen gemeinsamen Einkauf geprüft werden. VW hält seit 9. November die Mehrheit an MAN und damit auch an Scania. Zuletzt hielten die Wolfsburger knapp 63 Prozent des Scania-Kapitals und verfügten über 89 Prozent der Stimmrechte.


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