Bad Sulza (dapd-lth). Thüringens CDU-Ehrenvorsitzender, Bernhard Vogel, kritisierte in der wochenlangen Debatte über Wulff vor allem die Medien.
Weiter sagte der ehemalige Ministerpräsident des Freistaats: 'Nicht allen Medien schien nur das Problem Bundespräsident am Herzen gelegen haben. Einige wollten auch Richter spielen.' Vogel hatte Wulff lange öffentlich verteidigt. 'Er hat nicht alles falsch, aber auch nicht alles richtig gemacht', sagte er nun. Die Richter würden entscheiden.
Ob der DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck der richtige Kandidat ist, ließ Vogel indes offen. 'Es gibt unter 80 Millionen Deutschen nicht nur Herrn Gauck, der Bundespräsident werden kann', sagte er. Dennoch sei es eine großartige Sache, dass 20 Jahre nach der Wiedervereinigung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Joachim Gauck zwei Ostdeutsche an der Staatsspitze stehen werden. 'Das hätte ich mir nie erträumt', sagte er.
Sowohl Lieberknecht als auch Vogel sollen am Freitag vom Thüringer Landtag als zwei von sechs Vertretern der CDU für die Bundesversammlung gewählt werden. Diese trifft sich am 18. März in Berlin, um einen neuen Bundespräsidenten zu wählen.
Weiteres Thema war die bevorstehende Kommunalwahl in Thüringen. Dabei bekräftigte die Union erneut, auf Sieg und nicht auf Platz spielen zu wollen.
Beim mittlerweile 20. Politischen Aschermittwoch der CDU Thüringen trafen sich 500 Parteimitglieder zum traditionellen Heringsessen.
dapd


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