Vier Kandidaten kämpfen noch um Ticket nach Baku: Vier Kandidaten können sich beim deutschen Grand-Prix-Vorentscheid noch Hoffnung auf das Ticket zum Eurovision Song Contest (ESC) machen.
Vergrößern Vier Kandidaten kämpfen noch um Ticket nach Baku | Bild: © dapd

Berlin (dapd). Die Nachwuchssänger Roman Lob (21) aus Neustadt/Wied, Yana Gercke (19) aus Biedenkopf, Ornella de Santis (27) aus Offenburg und Shelly Phillips (20) aus Coburg schafften am Donnerstagabend nach einer knappen Zuschauerabstimmung den Sprung ins Halbfinale der Castingshow 'Unser Star für Baku'.

Dieses geht am Montag (13. Februar, ProSieben) über die Bühne. Im Viertelfinale, das von der ARD übertragen wurde, mussten die noch verbliebenen fünf Teilnehmer je zwei Songs präsentieren, Katja Petri (24) aus Berlin landete ganz knapp auf dem letzten Platz. Bei dem Abstimmungs-Modus der Sendung können die Fernsehzuschauer bis zum Schluss live verfolgen und beeinflussen, auf welchem Platz die Kandidaten liegen.

Bei der erneuten ARD/ProSieben-Kooperation wird der deutsche Teilnehmer für den ESC gesucht. Das Finale des Musikwettbewerbs findet am 26. Mai in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku statt.

20 Kandidaten waren zu Beginn des Vorentscheids angetreten, der im Januar gestartet war. Die bisherigen Ausscheidungsshows waren bei ProSieben zu sehen. Mehrere Tausend Bewerber wollten bei der Castingsendung dabei sein. Die Quote der Showreihe 'Unser Star für Baku' war bisher nur mäßig. In der Endrunde am 16. Februar werden der ESC-Teilnehmer sowie der Song gewählt.

In der Jury sitzen Musiker Thomas D, Alina Süggeler von der Band Frida Gold und Moderator Stefan Raab, der Lena Meyer-Landrut 2010 zum ESC-Sieg begleitet hatte. Auch Lena war seinerzeit in einer Castingshow von ARD und ProSieben von den Zuschauern zur ESC-Kandidatin gekürt worden.

Der Song Contest wird zum ersten Mal in Aserbaidschan veranstaltet, nachdem das Duo Ell/Nikki im vergangenen Jahr in Düsseldorf gewonnen hatte. 43 Länder nehmen in diesem Jahr teil. Die 'Big Five' Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien als größte Geldgeber sowie das Gastgeberland sind automatisch für das Finale gesetzt, in dem 26 Teilnehmer antreten. 37 Länder müssen zunächst ins Halbfinale.

An der Austragung des ESC in Aserbaidschan gibt es auch Kritik. Die Organisation Reporter ohne Grenzen etwa hatte die schwierigen Arbeitsbedingungen von Journalisten in dem Land beklagt. Der ESC dürfe nicht ausblenden, dass in dem Land ein Klima der Angst und Repression herrsche.

dapd