Verstärkte Alkoholkontrollen in der närrischen Zeit: In der diesjährigen Karnevalssaison müssen Autofahrer bis Aschermittwoch (22. Februar) wieder verstärkt mit Alkoholkontrollen rechnen. Daher rät der Automobilclub KS in München, den Wagen zu Hause zu lassen, wenn es zum fröhlichen Feiern geht. Öffentliche Verkehrsmittel seien stets billiger.
Vergrößern Verstärkte Alkoholkontrollen in der närrischen Zeit | Bild: © dapd

München (dapd). Der Führerschein sei dabei weniger wichtig, als die Tatsache, dass bei jedem vierten Unfall mit Todesfolge Alkohol im Spiel sei. KS-Sprecher Thomas Achelis empfiehlt: 'Öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder sich von einem fahren zu lassen, der nüchtern geblieben ist.'

Wer mit Alkohol am Steuer erwischt werde, müsse tief in die Tasche greifen, warnt Achelis. Denn bereits das erste Überschreiten der 0,5-Promille-Grenze koste 500 Euro, einen Monat Fahrverbot und vier Punkte in Flensburg. Wer zum zweiten Mal erwischt werde, zahle 1.000 Euro und müsse den Führerschein drei Monate abgeben.

Bei einem alkoholbedingten Unfall könne es noch teurer werden: Die Versicherungen entschädigten zwar die Opfer, könnten aber beim Alkoholsünder Regressansprüche geltend machen. Auch ein Beifahrer bekomme nur einen Teil seines Schadens ersetzt, wenn er von der Fahruntüchtigkeit des Fahrers gewusst habe.

'Übrigens helfen gegen Alkohol im Blut weder Tricks noch Koffein oder Vitamine', sagt Achelis: 'Nur der Körper kann Alkohol abbauen, im Schnitt etwa 0,1 Promille pro Stunde.' Wer also gegen Mitternacht mit 1,5 Promille ins Bett gegangen sei, habe selbst um 10.00 Uhr am nächsten Vormittag noch 0,5 Promille Restalkohol im Blut und sei mithin fahruntauglich.

dapd