Bisher kommen von 42 zertifizierten Mitgliedsbetrieben erst vier aus Ostdeutschland, davon nur einer aus Sachsen. Bei der Bäckerinnung werde das Anliegen der Bewegung begrüßt, sagte Landesobermeister Michael Wippler. Als Konkurrenz werde diese nicht angesehen. Zwar habe das Handwerk «teilweise seine Unschuld verloren», weil durch die Verwendung industrieller Backmischungen mancherorts herkömmliche Zutaten und Technologien ins Hintertreffen geraten seien, räumte der Dresdner Bäckermeister ein.
Seiner Ansicht nach haben sich die «kleinen chemischen Helferlein» in Ostdeutschland aber nie so stark durchgesetzt wie im Westen. Viele sächsische Handwerksbetriebe seien daher «faktisch auch Slow Baker», sagte Wippler.
Im einzigen sächsischen Mitgliedsbetrieb von «Slow Baking», der Klosterbäckerei Seidel aus Großsteinbach bei Döbeln, sieht man dagegen beträchtliche Unterschiede zwischen den üblichen Arbeitsabläufen in Bäckereien und «Langsambäckern». Vor der Zertifizierung im Oktober 2009 habe man von den Rezepturen über die Zutaten bis zu den Backverfahren daher alles prüfen und vieles auch verändern müssen, sagte Geschäftsführerin Monika Seidel.
(folgen Korrespondentenbericht und Datenblatt bis 14.00 Uhr)
ddp/hel/muc





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