Düsseldorf (ddp-nrw). Der gemeinsame Schulbesuch von behinderten und nicht-behinderten Kindern muss aus Sicht des Sozialverbands Deutschland (SoVD) künftig die Regel sein. Alle Schulen müssten barrierefrei und mit den personellen Ressourcen für den gemeinsamen Unterricht ausgestattet werden, forderte die zweite NRW-Landesvorsitzende des SoVD, Angelika Winkler, am Mittwoch in Düsseldorf. Außerdem müssten Eltern eines Behinderten einen Rechtsanspruch darauf haben, dass ihr Kind mit nicht-behinderten Gleichaltrigen gemeinsam unterrichtet wird. Dieser Rechtsanspruch dürfe auch nicht mit Verweis auf mangelnde Ressourcen ausgehebelt werden.
Laut SoVD gibt es derzeit in NRW 127 000 Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf, davon 31 000 mit einer Behinderung. Aber nur eines von zehn dieser Kinder besuche eine allgemeine Schule, kritisierte Winkler.
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