Berlin (dapd). Diejenigen die im Alter am dringendsten darauf angewiesen wären, nutzten die Angebote am wenigsten.
'Menschen, die ein geringes Einkommen haben, machen keine zusätzlichen Altersvorsorge', gab Mascher zu bedenken. Zudem sei die Qualität der Angebote sehr unterschiedlich.
Für die meisten Menschen sei die gesetzliche Rentenversicherung nach wie vor 'die entscheidende Absicherung im Alter'. Seit Einführung der Riester-Rente vor zehn Jahren seien etwa Preise und Gesundheitskosten stärker gestiegen als die gesetzliche Rente. 'Menschen, die ausschließlich auf die gesetzliche Rentenversicherung angewiesen sind, kommen mit ihrer Rente nur noch schwer über die Runden', sagte Mascher. Allein lebende Frauen und Männer seien davon besonders betroffen.
Im vergangenen Jahr hatte Sozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) erste Vorschläge für eine Rentenreform gemacht, die nun in einen Gesetzentwurf einfließen sollen. Das bisherige Konzept zur Zuschussrente bewertete Mascher skeptisch. Die Hürden seien zu hoch, kritisierte sie mit Blick auf die Anforderung, dass in den ersten zehn Jahren nur derjenige einen Zuschuss erhalten soll, der 40 Jahre gesetzlich versichert war, 30 Jahre lang Beiträge gezahlt hat und fünf Jahre lang privat vorgesorgt hat.
Damit könne das Problem der Altersarmut nicht bekämpft werden. Die Rente sei 'ein hartes Spiegelbild der Erwerbsbiografie'. Ausschlaggebend für eine spätere Rente seien eine möglichst kontinuierliche Erwerbsbiografie und die Frage der Entlohnung. Der Schlüssel für eine gute Rente liege 'in fair bezahlter Arbeit'. Mascher sprach sich daher unter anderem für die Einführung eines Mindestlohns aus.
dapd


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