Vatikan verteidigt Eintreten für Roma: Nach der Abschiebung von 300 Roma aus Frankreich nach Rumänien mehrt sich die Kritik am Vorgehen der Regierung in Paris. Der UN-Ausschuss gegen Rassismus in Genf forderte am Freitag einen Stopp der Abschiebungen, die gegen Menschenrechte verstießen. «Kollektive Rückführungen» müssten vermieden werden, statt dessen müssten andere Lösungen gefunden werden, erklärte der Ausschuss.
Vergrößern Vatikan verteidigt Eintreten für Roma | Bild: © ddp

Genf/Rom (apn).

Der Leiter des Migrantenrats des Vatikans, Agostino Marchetto, verteidigte unterdessen die Parteinahme der Kirche für die ausgewiesenen Roma. Der Vatikan mische sich damit nicht in die Politik ein, sagte Marchetto der französischen religiösen Nachrichtenagentur I.MEDIA am Freitag. Die Kirche stehe «weder rechts noch links noch in der Mitte», sondern lege lediglich eine pastorale Sorge um Menschen an den Tag.

Frankreich hatte am Donnerstag 300 Roma nach Rumänien abgeschoben. Die Regierung von Staatspräsident Nicolas Sarkozy macht die Roma für zahlreiche Verbrechen verantwortlich und kritisiert ihre illegalen Siedlungen. Die Abschiebung stieß bei Menschenrechtsorganisationen, der EU und dem Erzbischof von Paris auf Kritik.

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