Ursache für Brand in Mastputenbetrieb Ahlhorn weiter unklar: Die Hintergründe für einen Brand auf dem Gelände der Mastputen-Brüterei Grotelüschen in Ahlhorn (Landkreis Oldenburg) in der vergangenen Woche sind weiter unklar. Es gebe «keine konkreten Täterhinweise», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Oldenburg am Dienstag auf ddp-Anfrage. Es werde wegen Brandstiftung ermittelt.
Vergrößern Ursache für Brand in Mastputenbetrieb Ahlhorn weiter unklar | Bild: © ddp

In der Nacht zu Samstag hatte auf dem Betriebsgelände eine Papiermülltonne gebrannt. Der Betrieb gehört dem Ehemann von Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen (CDU), die derzeit im Zusammenhang mit Tierquälereivorwürfen in der Kritik steht.

Ein Brandanschlag als Ursache des Feuers ist laut Staatsanwaltschaft ebenso möglich wie eine weggeworfene Zigarette. Es gebe kein Bekennerschreiben oder Ähnliches, was auf einen Zusammenhang mit der heftigen Kritik von Tierschützern an der Mastputen-Brüterei schließen lasse. Bislang meldeten sich laut Staatsanwaltschaft auch noch keine Zeugen des Vorfalls.

Hintergrund der Vorwürfe gegen Grotelüschen sind im April und Juli entstanden Filmaufnahmen von PETA. Diese zeigen angeblich zwei Putenmastbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern, die in enger Geschäftsbeziehung zu der Mastkükenbrüterei des Ehemannes der Ministerin stehen und auf denen sich die Tiere gegenseitig Federn ausreißen und Augen auspicken.

ddp