Mode, Frankreich

Ein frischer Wind umweht die Pariser Haute Couture zu Beginn der Schauen für Herbst / Winter 2017 / 18.

03.07.2017 - 14:42:06

Die Laufstege sind freigegeben - Pariser Haute Couture startet dynamisch durch. Schon lange wirkte die ehrwürdige «hohe Schneiderkunst» nicht mehr so dynamisch. Das liegt auch daran, dass neue Namen auf dem Kalender des Mode-Spektakels stehen.

  • Haute Couture Herbst/Winter 2017/2018 in Paris - Foto: François Mori

    Wohin mit alten Orden und Medaillen? Das belgische Designerduo An Vandevorst und Filip Arickx hat einen Vorschlag. Foto: François Mori

  • Haute Couture Herbst/Winter 2017/2018 in Paris - Foto: François Mori

    Hut und Tasche zugleich (Entwurf des belgischen Designerduos An Vandevorst und Filip Arickx). Foto: François Mori

  • Haute Couture Herbst/Winter 2017/2018 in Paris - Foto: François Mori

    Das belgische Designerduo An Vandevorst und Filip Arickx bedankt sich bei den Gästen der Haute-Couture-Show in Paris. Foto: François Mori

  • Haute Couture Herbst/Winter 2017/2018 - Foto: François Mori

    Ein Entwurf in Rot von Proenza Schouler. Foto: François Mori

  • Haute Couture Herbst/Winter 2017/2018 - Foto: François Mori

    Die Designer Lazaro Hernandez (l) und Jack McCollough vom New Yorker Mode-Label Proenza Schouler in Paris. Foto: François Mori

  • Haute Couture Herbst/Winter 2017/2018 - Foto: François Mori

    Ein Model präsentiert zeigt ein federleichtes Kleid des New Yorker Mode-Lables Proenza Schouler. Foto: François Mori

Haute Couture Herbst/Winter 2017/2018 in Paris - Foto: François MoriHaute Couture Herbst/Winter 2017/2018 in Paris - Foto: François MoriHaute Couture Herbst/Winter 2017/2018 in Paris - Foto: François MoriHaute Couture Herbst/Winter 2017/2018 - Foto: François MoriHaute Couture Herbst/Winter 2017/2018 - Foto: François MoriHaute Couture Herbst/Winter 2017/2018 - Foto: François Mori

Paris - Die Pariser Haute-Couture-Schauen für die kommende Herbst/Winter-Saison haben sehr dynamisch begonnen. Einige neue Designer brachten gleich zu Beginn frischen Wind in das Mode-Spektakel, aber auch traditionsreiche Modehäuser wie Schiaparelli legten ungewohnten Drive an den Tag.

Der Chefdesigner Bertrand Guyon lieferte am Montag mit seiner Schau unter dem Titel «Shocking Society» eine Hommage an die freigeistigen Frauen, die die Markengründerin Elsa Schiaparelli (1890-1973) einst umgaben. Superleichte lange Kleider aus mehrlagigem Tüll oder Organza erinnerten an den lockeren Lifestyle der 1970er Jahre. Stickereien mit Motiven von Picasso und leuchtende Farbverläufe verliehen der Luftigkeit Erdung. Als Brautkleider gab es einen komplett durchsichtigen Entwurf oder alternativ ein sexy Minikleid mit herzförmigem Umhang.

Das Duo AF Vandevorst (Filip Arickx und An Vandevorst) sorgte für einen avantgardistischen Look. Die beiden Belgier waren als Gastdesigner geladen und hatten bereits am Sonntag Flagge mit einem schrillen Styling gezeigt: Latex in Neonfarben, Animal Prints, Hauben aus Müllsäcken und Blazerjacken, die wie Nonnenschleier drapiert worden waren. Darunter verbarg sich dann aber durchaus tragbarer Alltagslook.

Mit geschwungenen wadenlangen Korsagen-Kleidern wartete das US-Duo Proenza Schouler ebenfalls am Sonntag zum Start der Modewoche auf. Jack McCollough und Lazaro Hernandez fertigen eigentlich nicht Couture, sondern Luxuskonfektion, doch ihre Entwürfe bewegen sich auf dem Niveau der «Hohen Schneiderkunst». Über tadellosen Mänteln und sportlichen Stretch-Ensembles trugen die Models Leder-Bustiers. Zarte Spitze, aufgestickte Federn und lichte Blumendrucke vervollständigten diese perfekt harmonische Kollektion.

@ dpa.de