Literatur, Buchpreis

«Dramaturgisch gekonnt und leichtfüßig»: Robert Menasses Roman über die EU-Bürokratie gewinnt Deutschen Buchpreis.

09.10.2017 - 19:00:06

Sechs Bücher im Finale - Deutscher Buchpreis geht an Robert Menasse

  • Deutscher Buchpreis 2017 - Sasha Marianna Salzmann - Foto: Arne Detert

    Die Autorin Sasha Marianna Salzmann. Foto: Arne Detert

  • Deutscher Buchpreis 2017 - Thomas Lehr - Foto: Arne Detert

    Der Autor Thomas Lehr. Foto: Arne Detert

  • Deutscher Buchpreis 2017 - Marion Poschmann - Foto: Arne Dedert

    Die Autorin Marion Poschmann. Foto: Arne Dedert

  • Deutscher Buchpreis 2017 - Gerhard Falkner - Foto: Arno Burgi

    Der Autor Gerhard Falkner. Foto: Arno Burgi

  • Deutscher Buchpreis 2017 - Robert Menasse - Foto: Arne Dedert

    Der österreichische Autor Robert Menasse. Foto: Arne Dedert

  • Deutscher Buchpreis 2017 - Franzobel - Foto: Arne Dedert

    Der österreichische Autor Franzobel. Foto: Arne Dedert

Deutscher Buchpreis 2017 - Sasha Marianna Salzmann - Foto: Arne DetertDeutscher Buchpreis 2017 - Thomas Lehr - Foto: Arne DetertDeutscher Buchpreis 2017 - Marion Poschmann - Foto: Arne DedertDeutscher Buchpreis 2017 - Gerhard Falkner - Foto: Arno BurgiDeutscher Buchpreis 2017 - Robert Menasse - Foto: Arne DedertDeutscher Buchpreis 2017 - Franzobel - Foto: Arne Dedert

Frankfurt/Main - Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse hat mit seinem Roman «Die Hauptstadt» den Deutschen Buchpreis gewonnen. Das gab der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Abend in Frankfurt bekannt.

Mit dem Preis wird am Vorabend der Frankfurter Buchmesse der beste deutschsprachige Roman des Jahres ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist mit 25 000 Euro dotiert. Im Finale standen sechs Bücher.

Menasses Roman spielt in Brüssel - und setzt sich mit der Europäischen Union und all ihren Widersprüchen auseinander. Das Buch sei «ein vielschichtiger Text, der auf meisterhafte Weise existenzielle Fragen des Privaten und des Politischen miteinander verwebt und den Leser ins Offene entlässt», begründete die siebenköpfige Jury ihre Wahl.

«Dramaturgisch gekonnt gräbt er leichthändig in den Tiefenschichten jener Welt, die wir die unsere nennen», urteilte die Jury weiter. «Und macht unter anderem unmissverständlich klar: Die Ökonomie allein, sie wird uns keine friedliche Zukunft sichern können.»

Menasse setzte sich im Finale gegen Gerhard Falkner («Romeo oder Julia»), Franzobel («Das Floß der Medusa»), Thomas Lehr («Schlafende Sonne»), Marion Poschmann («Die Kieferninseln») und Sasha Marianna Salzmann («Außer sich») durch. Im vergangenen Jahr hatte Bodo Kirchhoff für seinen Roman «Widerfahrnis» den Deutschen Buchpreis gewonnen.

@ dpa.de

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