Literatur, Buchpreis

Der Deutsche Buchpreis gilt als wichtigste Auszeichnung der Branche - und als Garant für hohe Auflagen.

09.10.2017 - 10:10:05

Shortlist - Deutscher Buchpreis wird in Frankfurt verliehen

  • Deutscher Buchpreis 2017 - Sasha Marianna Salzmann - Foto: Arne Detert

    Die Autorin Sasha Marianna Salzmann. Foto: Arne Detert

  • Deutscher Buchpreis 2017 - Thomas Lehr - Foto: Arne Detert

    Der Autor Thomas Lehr. Foto: Arne Detert

  • Deutscher Buchpreis 2017 - Marion Poschmann - Foto: Arne Dedert

    Die Autorin Marion Poschmann. Foto: Arne Dedert

  • Deutscher Buchpreis 2017 - Gerhard Falkner - Foto: Arno Burgi

    Der Autor Gerhard Falkner. Foto: Arno Burgi

  • Deutscher Buchpreis 2017 - Robert Menasse - Foto: Arne Dedert

    Der österreichische Autor Robert Menasse. Foto: Arne Dedert

  • Deutscher Buchpreis 2017 - Franzobel - Foto: Arne Dedert

    Der österreichische Autor Franzobel. Foto: Arne Dedert

Deutscher Buchpreis 2017 - Sasha Marianna Salzmann - Foto: Arne DetertDeutscher Buchpreis 2017 - Thomas Lehr - Foto: Arne DetertDeutscher Buchpreis 2017 - Marion Poschmann - Foto: Arne DedertDeutscher Buchpreis 2017 - Gerhard Falkner - Foto: Arno BurgiDeutscher Buchpreis 2017 - Robert Menasse - Foto: Arne DedertDeutscher Buchpreis 2017 - Franzobel - Foto: Arne Dedert

Frankfurt/Main - Sechs Autoren konkurrieren um den Deutschen Buchpreis, der am Montagabend in Frankfurt vergeben wird.

Für das Finale um den besten deutschsprachigen Roman des Jahres sind nominiert: Gerhard Falkner («Romeo oder Julia»), Franzobel («Das Floß der Medusa»), Thomas Lehr («Schlafende Sonne»), Robert Menasse («Die Hauptstadt»), Marion Poschmann («Die Kieferninseln») und Sasha Marianna Salzmann («Außer sich»).

Der Sieger wird am Vorabend der Frankfurter Buchmesse von der Jury in einer Zeremonie im Rathaus - dem Römer - bekanntgeben. Der Deutsche Buchpreis, 2005 erstmals vergeben, gilt als wichtigste Auszeichnung der Branche. Er wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergeben. Der Sieger erhält 25 000 Euro, in der Regel ist dem ausgezeichneten Buch aber auch ein Platz auf den Bestsellerlisten sicher. Die übrigen fünf Autoren bekommen jeweils 2500 Euro.

Der Österreicher Robert Menasse wählte für «Die Hauptstadt» Brüssel und die EU-Bürokratie als Thema. Nur vordergründig eine historische Geschichte ist «Das Floß der Medusa» eines anderen Österreichers, Franz Stefan Griebl alias Franzobel. Die Katastrophen, die Europa geformt und deformiert haben, kann man in Lehrs Buch «Schlafende Sonne» nachlesen.

In «Außer sich» erzählt Sasha Marianna Salzmann von Zwillings-Geschwistern, die - wie die Autorin selbst - aus Russland nach Deutschland fliehen und dann weiter nach Istanbul. Etwas aus der Reihe fallen Gerhard Falkners «Romeo oder Julia» und Marion Poschmanns «Die Kieferninseln» - eine Schriftsteller-Komödie das eine, eine Akademiker-Posse das andere, im Zentrum mittelalte Männer in der Krise.

Lehr und Poschmann standen in den vergangenen Jahren mit früheren Titeln bereits auf der Shortlist. Falkner war vergangenes Jahr mit einem Roman auf der Longlist vertreten. Salzmann hat einen Debütroman geschrieben.

Die Jury hatte aus 200 Romanen zunächst 20 auf die Longlist gesetzt. Dann wurde die Liste auf eine sechs Titel umfassende Shortlist verkürzt. Im vergangenen Jahr hatte Bodo Kirchhoff mit seinem Roman «Widerfahrnis» den Preis gewonnen.

@ dpa.de

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