Er habe Verständnis für betroffene Eltern, doch sei es nicht akzeptabel, dass durch PID Embryonen zerstört würden. Damit wendet er sich gegen Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und den Kurs ihrer FDP, die es Frauenärzten unter Berufung auf ein Gerichtsurteil ab sofort erlauben will, die PID anzuwenden.
Das Verfahren beinhalte zwangsläufig, dass menschliche Embryonen nach genetischen Kriterien ausgewählt würden, kritisiert Söder. «Das geht an den Kern unseres christlichen Weltbilds. Deshalb gibt es keine Kompromisse.»
Auch die Staatsministerin im Kanzleramt, Maria Böhmer (CDU), fordert ein schnelles PID-Verbot: «Es darf keine Selektion zwischen behinderten und nichtbehinderten Leben geben», sagte sie. Eine Grenzziehung, wo die Auswahl von Merkmalen aufhöre, sei nicht möglich, sobald die PID einmal praktiziert werden dürfe.
Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) hält es dagegen für zu früh, über eine Gesetzesänderung zu reden. Schavan will den Ethikrat damit beauftragen, das Urteil des Bundesgerichtshofes, das die Rechtmäßigkeit der PID feststellte, zu bewerten und Konsequenzen für den Gesetzgeber darzulegen. Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) will über ein PID-Verbot laut «Spiegel» Anfang September in einer Klausur beraten.
ddp


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