Uni Lübeck legt alternatives Sparkonzept vor: Mit einem alternativen Sparkonzept will die Universität Lübeck den Druck auf die schleswig-holsteinische Landesregierung erhöhen. Das von Uni-Präsident Peter Dominiak am Dienstag in Lübeck vorgestellte Modell beruht im Wesentlichen auf drei Säulen.
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Zum einen soll die Zahl der Studienanfänger im Bereich Humanmedizin in Lübeck und an der Kieler Christian-Albrechts-Universität ab dem Wintersemester 2013 um ein Drittel auf 160 reduziert werden. Zum anderen sollen die Landeszuschüsse entsprechend gekürzt werden. Im Fall der Lübecker Uni sollen die Mittel überproportional gekürzt werden. Parallel soll die Hochschule in eine Stiftungsuniversität umgewandelt werden.

Ende Mai hatte die schwarz-gelbe Koalition angekündigt, das Lübecker Medizin-Studium im Rahmen eines umfangreichen Sparpakets 2012 auslaufen zu lassen. Dadurch sollen jährlich zunächst rund 24 Millionen Euro, ab 2018 dann 26 Millionen Euro eingespart werden. An der Universität studieren rund 2500 Menschen, davon 1500 Medizinstudenten. Kritiker befürchten, dass dies das Ende der kompletten Universität bedeuten könnte.

Dem Lübecker Alternativ-Konzept zufolge sollen in Kiel künftig bis zu neun Millionen Euro pro Jahr eingespart werden. In Lübeck sollen bis zu 17 Millionen Euro eingespart werden. Nach Angaben der Lübecker Universität sind damit Einsparungen in gleicher Höhe möglich, wie von der Landesregierung gefordert.

ddp