Kolossalporträts sind überlebensgroße Statuen oder Büsten von Menschen.
Das Original des Cäsar-Kopfes aus Marmor wurde um 110 n.Chr. von einem unbekannten Bildhauer für eine Sammlung des damals herrschenden römischen Kaisers Trajan gefertigt. Um 1550 sei die etwa einen Meter hohe Büste bei Ausgrabungen in Rom entdeckt worden, sagte Graepler. Zunächst ging die Skulptur in den Besitz der Adelsfamilie Farnese über. Als diese Ende des 18. Jahrhunderts veramte, erwarb der König von Neapel die Sammlung Farnese.
Der Ankauf des als Auftragsarbeit von der Universität Kiel hergestellten Abgusses wurde durch die Spende eines Göttinger Juweliersehepaars ermöglicht. Über den materiellen Wert der Büste machten Spender und Universität keine Angaben. 'Es handelt sich aber um einen unserer teureren Abgüsse', sagte Graepler. Ideell sei der Abguss des 'Caesar Farnese' ohnehin sehr wertvoll.
Die Göttinger Sammlung der Gipsabgüsse ist mit rund 600 antiken Exponaten eine der größten in Deutschland. Die Skulpturen können jeden Sonntag im Archäologischen Institut der Universität besichtigt werden.
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