Letzte Messungen hatten 12 bis 18 Zentimeter ergeben, weshalb die Behörde ein offizielles Alstereisvergnügen mit bis zu 150 Getränke- und Imbissständen auf dem Eis bislang nicht genehmigt hatte. Dennoch wagten sich am vergangenen Wochenende bereits Zehntausende Hamburger auf die zugefrorene Außenalster.
Bei teilweise strahlendem Sonnenschein und frostigen Temperaturen registrierte die Polizei am Samstag und Sonntag insgesamt rund 80 000 Menschen auf dem innerstädtischen Gewässer, wie ein Sprecher der Polizei auf ddp-Anfrage sagte. Das Bezirksamt Mitte hatte am Ufer Glühweinstände genehmigt. Zu nennenswerten Zwischenfällen kam es nicht. Die Einsatzkräfte leisteten in elf Fällen Hilfe und kümmerten sich dabei überwiegend um gestürzte Menschen. Die Polizei hatte zur Sicherheit 70 Beamte im Einsatz. Ebenso waren Dutzende Helfer und mobile Einsatzwagen des THW und des Deutschen Roten Kreuzes am Ufer der Außenalster. Auch Schlauchboote waren für den Notfall vorhanden.
Die Umweltbehörde warnte am Montag abermals vor den Gefahren auf der Binnen- und Außenalster. Beim Betreten des Eises sollten unbedingt Massenansammlungen vermieden und die Absperrungen beachtet werden. Gefährlich seien vor allem Brückenbereiche und Ufer im Bereich von Einleitstellen sowie unter überhängenden Bäumen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigte für diese Woche leichten Nachtfrost sowie Temperaturen um den Gefrierpunkt im Tagesverlauf an.
Zuletzt war das Eis auf Hamburgs innerstädtischem Gewässer im Januar 1997 dick genug für ein Alstereisvergnügen. Bei einer Neuauflage des volksfestartigen Winterspektakels rechnet die Umweltbehörde mit mehr als einer Million Besuchern.
Hamburg (ddp-nrd)


























