Magdeburg (ddp-lsa). Etwa 50 Umweltaktivisten haben am Freitag am Rande der Agrarministerkonferenz in Magdeburg ein Verbot für die Aussaat von Gen-Mais MON810 in Deutschland gefordert. Umweltministerin Ilse Eigner (CSU) solle umgehend eine Entscheidung treffen, sagte Christoph Bautz, der Sprecher der Internetplattform Campact. Man wolle von der Politikerin endlich Taten sehen. Es blieben nur noch gut 18 Tage Zeit, um den Anbau zu untersagen.
Nach Angaben von Bautz haben bereits 46 000 Menschen einen Appell zum Gen-Mais-Verbot im Internet unterzeichnet. In Österreich und Ungarn sei der Anbau von MON810 bereits verboten worden. Deutschland müsse diesem Beispiel folgen. Es dürfe nicht sein, dass in diesem Jahr auf rund 3600 Hektar Gen-Mais ausgesät werde. Betroffen seien davon vor allem Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.
Campact kritisiert in erster Linie nicht vorhersehbare Risiken beim Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen. Der Pollenflug bringe Gefahren für Felder in unmittelbarer Nachbarschaft mit sich.
Der Imker Hartmut Trautvetter aus Haldensleben beklagte die Folgen für die Honiggewinnung. Bienen machten «keinen Bogen» um gentechnisch veränderten Mais. Sie flögen bis zu zehn Kilometer weit. Damit wäre die Reinheit des Naturprodukts Honig gefährdet.
(campact.de)
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