Nun will der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) nach eigenen Angaben bei der Bezirksregierung Münster einen Antrag auf Baustopp stellen und zur Not auch gerichtlich gegen die Fortsetzung der Bauarbeiten klagen. Das Urteil des OVG sei eine «wegweisende Entscheidung für den Klimaschutz und eine herbe Schlappe für die Kraftwerkslobby», hieß es in einer Mitteilung des BUND.

Das E.ON-Kraftwerk hatte sich bereits im Bau gefunden. Nach seiner Fertigstellung sollte es mit einer Leistung von rund 1050 Megawatt das größte Steinkohle-Kraftwerk Europas werden.

Die Grünen in Nordrhein-Westfalen zeigten sich erfreut über das Urteil. Das Gericht habe die Messlatte für den Neubau von Kohlekraftwerken klar nachjustiert, sagte der Vorsitzende Arndt Klocke. Seine Partei würde es sehr begrüßen, wenn wieder eine «geplante Dreckschleuder» verhindert werde.

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