Berlin (ddp-bln). Das linksalternative Hausprojekt Brunnenstraße 183 und der Umsonstladen in Mitte stehen vor dem Aus. Den Bewohnern und dem Trägerverein seien Räumungsbescheide für den 18. Juni zugestellt worden, teilte die Initiative auf ihrer Internetseite mit. Die Bewohner riefen dazu auf, die Verteidigung des Hauses zu unterstützen: «Kommt nach Berlin, seid vor Ort, macht Lärm, stiftet Unruhe.» In Berlin finden vom 6. bis zum 21. Juni die «Action Weeks» der Kampagne «Wir bleiben alle!» statt. Dabei wollen Linke für den Erhalt autonomer Hausprojekte und gegen Stadtumstrukturierung demonstrieren.
Zum Abschluss des «zweiwöchigen Ausnahmezustands» wird zu einer öffentlichen Massenbesetzung der Freifläche des ehemaligen Flughafens Tempelhof am 20. Juni aufgerufen. Bei den sogenannten Freiraumtagen 2008 waren in der Stadt Dutzende Autos angezündet, zahlreiche Gebäude beschädigt und ein Haus besetzt worden. Bei mehreren Demonstrationen gab es Randale.
Auf Betreiben des Eigentümers hatte die Berliner Polizei am 1. August 2007 mit einem Großaufgebot von 600 Beamten das linksalternative Wohnprojekt in der Brunnenstraße durchsucht, um die Personalien der rund 30 Bewohner festzustellen. Im Umsonstladen werden Gegenstände zur kostenfreien Mitnahme bereitgestellt. Umgekehrt kann jeder Sachen dort abgeben, die er nicht mehr braucht.
(ddp)


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