Umfragen sehen Kopf-an-Kopf-Rennen bei Mainzer OB-Wahl: Am Mittwoch veröffentlichte Umfragen zur Oberbürgermeisterwahl in Mainz im März lassen eine Stichwahl zwischen SPD und Grünen wahrscheinlich werden: Bei der Befragung des Instituts infratest dimap liegt der derzeitige Bürgermeister und Finanzdezernent Günter Beck (Grüne) leicht vor dem SPD-Kandidaten, Bildungsstaatssekretär Michael Ebling.
Vergrößern Umfragen sehen Kopf-an-Kopf-Rennen bei Mainzer OB-Wahl | Bild: © dapd

Mainz (dapd-rps). In einer Studie des 'forums ! marktforschung' ist es genau umgekehrt.

Die Umfrage von infratest wurden im Auftrag der 'Allgemeinen Zeitung' und des Radiosenders RPR1 durchgeführt. Das 'forum ! marktforschung' befragte für den Südwestrundfunk (SWR) und die 'Mainzer Rhein-Zeitung'.

Die Neuwahl war nach dem Rücktritt von Amtsinhaber Jens Beutel (SPD) wegen einer unbezahlten Weinrechnung zum Jahresende 2011 nötig geworden. Die SPD stellt seit mehr als 60 Jahren durchgehend das Stadtoberhaupt, nun könnte sie laut infratest dimap erstmals eine Schlappe erleben: Bei der Telefonumfrage unter 502 Mainzer Wahlberechtigten sprachen sich 19 Prozent für Beck aus, 18 Prozent für Ebling und nur zehn Prozent für den CDU-Kandidaten Lukas Augustin. Insgesamt stellen sich acht Bewerber zur Wahl.

Zwtl.: Bekanntheitsgrad ist ausschlaggebend

Ausschlaggebend für die Beliebtheit der Kandidaten ist nach Angaben der 'Allgemeinen Zeitung' und RPR1 offenbar zurzeit deren Bekanntheitsgrad: Beck, der derzeit auch kommissarisch als Oberbürgermeister fungiert, hat mit 77 Prozent den höchsten Bekanntheitsgrad. Ebling, der auch Chef der Mainzer SPD ist, kennen dagegen nur 65 Prozent. Augustin kommt auf magere 58 Prozent Bekanntheit, selbst in seiner eigenen Partei kennen ihn nur 45 Prozent.

Bei den SPD-Anhängern erklärten 54 Prozent, für ihren Kandidaten stimmen zu wollen, bei den Grünen wollten 69 Prozent Beck wählen. Allerdings erklärten nur 59 Prozent der Befragten, dass sie überhaupt zur Wahl gehen wollten.

Anders sieht der Trend bei der Umfrage von SWR und 'Rhein-Zeitung' aus: Nach dieser schneidet SPD-Mann Ebling mit 37 Prozent am besten ab, gefolgt vom Grünen-Politiker Beck mit 32 Prozent. Der Kandidat der CDU, Augustin, kommt auf 21 Prozent und die fünf weiteren Kandidaten vereinen zusammen zehn Prozent auf sich. Befragt wurden 500 Wahlberechtigte mit dem Hauptwohnsitz in Mainz. Die Analysten des 'forums ! marktforschung' prognostizieren eine Wahlbeteiligung von 60 Prozent, bei der vergangenen Wahl lag sie bei 41,3 Prozent.

In Mainz wird am 11. März gewählt, als Termin für eine mögliche Stichwahl ist der 25. März ins Auge gefasst.

dapd