Stuttgart (ddp-bwb). Die Landesregierung wappnet sich für den Fall eines Einschleppens der Schweinegrippe nach Baden-Württemberg. Wie Gesundheitsministerin Monika Stolz (CDU) am Montag in Stuttgart mitteilte, gibt es zwar bisher keine Hinweise auf die Viruserkrankung im Land. Die Landesregierung sei jedoch für den Ernstfall vorbereitet. Notwendige Vorkehrungen seien getroffen. Die Bundesländer stünden im intensiven Kontakt mit dem Robert-Koch-Institut. Damit sei sichergestellt, dass Empfehlungen an die aktuelle Lage angepasst werden.
Agrarminister Peter Hauk (CDU) betonte, es bestehe «derzeit kein Grund zur Sorge», dass Verbraucher im Südwesten mit Schweinegrippe belastetes Fleisch im Handel fänden. Baden-Württemberg gelte nicht als Importland für Schweinefleisch. Zudem gebe es keine Hinweise darauf, dass die Schweinegrippe auch bei den Tieren derzeit ein Problem darstelle, sagte er. Wer auf heimische Produkte zurückgreife, «geht auf jeden Fall auf Nummer sicher».
Stolz betonte, es sei wichtig, dass bei einem Verdachtsfall sofort gehandelt werde. Wenn ein Pilot die Flughafenbehörde über grippeähnliche Erkrankungen von Passagieren, die in Mexiko oder den USA waren, informiere, solle sofort das Gesundheitsamt verständigt und der Betroffene ärztlich untersucht werden. Auch mögliche Kontaktpersonen an Bord sollten ermittelt und frühzeitig mit antiviralen Mitteln behandelt werden.
Dieses Vorgehen gilt den Angaben zufolge auch für einen Verdachtsfall, der sich erst im Land ergebe. Grundsätzlich forderte Stolz dazu auf, «besonnen» mit der Situation umzugehen und sie weder zu verharmlosen noch überzureagieren. Der Schweinegrippe-Virus wurde bislang vor allem bei Patienten in Mexiko und den USA festgestellt. Er gilt als neuartig, weil er sich im Unterschied zur Vogelgrippe 2005 von Mensch zu Mensch übertragen kann.
ddp/wld/kos

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