Düsseldorf (ddp-nrw). Das Deutsch-Türkische Forum in der nordrhein-westfälischen CDU will Zuwanderer in mehr Berufen und Geschäftszweigen sehen. «Das Wirtschaftspotenzial der türkischstämmigen Unternehmer wird nur unzureichend genutzt», sagte der Chef des Forums, der CDU-Politiker Bülent Arslan, am Donnerstag in Düsseldorf.
Zu oft konzentrierten sich Deutsch-Türken beim Schritt in die Selbstständigkeit auf klassische Zweige wie Gastronomie und Einzelhandel. Aber auch der Staat und die deutschen Inländer müssten umdenken, damit Zuwanderer alle Wirtschaftszweige erobern könnten.
Ziel müsse es sein, die Zahl der türkischstämmigen Unternehmer bis 2015 auf 120 000 zu verdoppeln, forderte Arslan. Notwendig seien unter anderem Förder- und Beratungsprogramme, um den Schritt in die Existenzgründung vorzubereiten und zu begleiten. Es müsse ganz normal werden, dass Deutschtürken nicht nur Döner und Obst verkaufen, sondern etwa auch als Handwerksmeister arbeiten.
Die CDU-Landtagsfraktion begrüßte die Initiative. «Die Integration gerade der türkischstämmigen Menschen muss aus der sozialen Problemecke heraus», sagte der CDU-Abgeordnete Michael Solf. Seit Jahren leisteten viele Migranten einen Beitrag zur lokalen Wirtschaft. «Das kann und muss durch passgenaue Beratung ausgebaut werden. Besonders die regionale Wirtschaftspolitik sollte die Potenziale der Migranten stärker in den Blick nehmen», sagte Solf.
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