Duisburg/Essen (ddp-nrw). Der Duisburger Linke-Oberbürgermeisterkandidat Hermann Dierkes hat vor dem Hintergrund des Nahost-Konflikts zum Boykott von Produkten aus Israel aufgerufen. «Jeder kann zum Beispiel durch den Boykott von israelischen Waren dazu beitragen, dass der Druck für eine andere Politik verstärkt wird», habe Dierkes am 18. Februar auf einer Veranstaltung seiner Partei in Duisburg-Hamborn gesagt, berichtete die «Westdeutsche Allgemeine Zeitung» am Dienstag. Die deutsch-israelische Gesellschaft und die jüdische Gemeinde in Duisburg kritisierten die Aussage des Linke-Politikers.
Dierkes sagte gegenüber der Zeitung: «Natürlich weiß ich, wo der Spruch herkommt: ,Deutsche, kauft nicht bei Juden'». Er räumte ein, dass seine Aussage deshalb «einen Beigeschmack» bekommen könne.
Die CDU reagierte mit scharfer Kritik auf die Äußerungen. «Die Linke in Nordrhein-Westfalen zeigt immer öfter ihr wahre extremistische Fratze», sagte NRW-CDU-Generalsekretär Hendrik Wüst. «Jetzt ruft ein führender Politiker der Linkspartei zum Boykott israelischer Waren auf. Das ist purer Antisemitismus. Die Israel-Feindlichkeit der Linken steht der von Rechtsextremisten in nichts nach», sagte der Landtagsabgeordnete.
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