Stuttgart (dapd-bwb). Mindestens 22 Beschuldigte seien bereits verstorben. 2002 wurde die Kommission von Bischof Gebhard Fürst gegründet.
Die Mehrheit der Fälle stamme aus der Zeit zwischen 1960 und 1990. Insgesamt seien 39 Verfahren abgeschlossen, 15 seien derzeit noch in Arbeit. Die Staatsanwaltschaft ermittelte laut Antretter in 18 Fällen. Einen der Fälle habe die Diözese selbst zur Anzeige gebracht. Weitere Fälle seien der Glaubenskongregation in Rom übermittelt worden. Zwei Beschuldigte seien aus dem Klerikerstand entlassen worden. Derzeit seien noch drei Beschuldigte bis zur Klärung der Vorwürfe von ihren Aufgaben entbunden.
Fürst bat die Opfer um Entschuldigung. 'Ich schäme mich für die Täter in unserer Kirche und auch in unserer Gesellschaft. Und ich bitte die Opfer, denen durch Angehörige unserer Diözese Schlimmes angetan wurde, persönlich und im Namen der Diözese um Verzeihung', sagte Fürst.
Eine pauschale finanzielle Entschädigung der Opfer habe die Diözese bisher nicht vorgesehen, man wolle sich aber dem Vorschlag der Deutschen Bischofskonferenz anschließen. Diese habe ein pauschales Schmerzensgeld von 5.000 Euro für Opfer vorgeschlagen, die wegen einer Verjährung der Fälle keine Ansprüche mehr geltend machen können.
dapd


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