Trauerfeier für Opfer der Loveparade-Tragödie am Samstag in Duisburg: Am Samstag (31. Juli, 11.00 Uhr) findet in der Duisburger Salvatorkirche die Trauerfeier für die Opfer der Loveparade-Tragödie statt. Erwartet werden nach Polizeiangaben Tausende von Besuchern. Deswegen wird der ökumenische Gottesdienst in der Duisburger MSV Arena auf Großbildleinwänden übertragen.
Vergrößern Trauerfeier für Opfer der Loveparade-Tragödie am Samstag in Duisburg | Bild: © ddp

Auch vor dem Fußballstadion sowie in mehreren Kirchen der Stadt kann über Leinwände die Übertragung verfolgt werden.

Den rund einstündigen Gottesdienst werden der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck und der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, gemeinsam zelebrieren. Teilnehmen wollen zahlreiche Gäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft. Ihr Kommen zugesagt haben unter anderen Bundespräsident Christian Wulff, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD).

Nicht dabei sein wird Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU), der in den vergangenen Tagen massiv unter Druck geraten war und durch seine Teilnahme am Gottesdienst nicht provozieren will. Sauerland wird vorgeworfen, das Sicherheitskonzept für die Loveparade abgesegnet zu haben, obwohl es Lücken aufgewiesen habe.

Am Samstagnachmittag soll sich ab 15.00 Uhr vom Hauptbahnhof aus ein Trauermarsch in Bewegung setzen, der zur Unglücksstelle zieht. Auch hier werden Tausende von Teilnehmern erwartet. Aus Sicherheitsgründen wird der Tunnel jedoch gesperrt, wie ein Sprecher der Polizei Essen sagte. Solange zu viele Menschen in den Tunnel drängten, bleibe das Bauwerk geschlossen, hieß es. Bei der Loveparade waren am 24. Juli 21 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 500 wurden verletzt.

ddp