Meißen (ddp-lsc). Der Tourismusverband Sächsisches Elbland will von Juni an ein Schnellboot auf der Elbe fahren lassen. Das Hochgeschwindigkeitsboot werde mit bis zu 130 Kilometern pro Stunde über den Fluss gleiten, sagte der Geschäftsführer des Tourismusverbandes, Udo Niehoff, der Nachrichtenagentur ddp. Es handele sich um eine Art Schlauchboot mit Kufen, wie es deutschlandweit zuerst im sächsischen Elbland fahren werde.

Das Schiff soll in Meißen stationiert und für Ein- bis Zweitagestouren zwischen Torgau und der Sächischen Schweiz eingesetzt werden. Es steht nach Angaben von Niehoff nur für Komplettcharter zur Verfügung und bietet bis zu acht Personen Platz. Ein Skipper steuert das Boot. Der Tourismusverband organisiere bei Bedarf das Rahmenprogramm. Pro Tag werden je Fahrgast rund 300 Euro als Fahrpreis inklusive der Kosten fürs Begleitprogramm veranschlagt, wie der Verbandschef sagte.

Das Angebot richte sich an «eilige Touristen». Bisher gebe es keinerlei Konflikte mit Naturschützern, weil die Elbe als Bundeswasserstraße uneingeschränkt nutzbar sei. In der Dresdner Altstadt liegt die Höchstgeschwindigkeit bei maximal 25 Stundenkilometern. Einen Widerspruch zum bisherigen Tourismuskonzept, wonach das Elbland zu Genießen einlädt, sieht Niehoff nicht. Das Schnellboot sei eine Ergänzung zum bisherigen Angebot. Außerdem seien Pausen «zum ruhigen Erleben der Region» vorgesehen, erklärte der Tourismuschef. Am Wochenende wurde das Schiff bereits zu ersten Testfahrten auf der Elbe eingesetzt.

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