München (dapd-bay).
In Gaißach bei Bad Tölz starb ein 33-Jähriger durch eine selbst gebastelte Feuerwerksvorrichtung. Wie das Landeskriminalamt mitteilte, beugte sich der Lenggrieser kurz nach Mitternacht über die vermutlich mit Schwarzpulver gefüllten Vorrichtung, da das dritte von insgesamt fünf Rohren nicht gezündet hatte. In diesem Moment kam es doch noch zur Explosion. Der 33-Jährige wurde so schwer am Kopf verletzt, dass er noch vor Ort starb. Außer ihm wurde niemand verletzt.
Im München wurde ein 63-Jähriger schwer verletzt, als ein selbst gebauter Feuerwerkskörper kurz nach Mitternacht in seiner Hand explodierte. Ihm wurden laut Polizei mehrere Fingerglieder ab- und die Bauchdecke aufgerissen. Nach einer Notoperation war er aber außer Lebensgefahr. In Erlangen wurde ein 70-Jähriger kurz nach Mitternacht schwer an den Augen verletzt, als Chemikalien verpufften, mit denen er Sprengstoff für einen Böller herstellen wollte. Auf beide Sprengstoffbastler kommt zusätzlich eine Anzeige zu.
In Bad Reichenhall starb eine 51-Jährige bei einem Feuer in einer Wohnung, in der sie mit ihrer 90-jährigen Mutter gefeiert hatte. Die beiden begingen den Jahreswechsel nach Polizeiangaben offenbar mit Sternwerfern auf dem Balkon. Dabei geriet die Wohnung unter noch nicht endgültig geklärten Umständen in Brand. Für die 51-Jährige kam jede Hilfe zu spät, ihre Mutter wurde mit schweren Rauchvergiftungen gerettet.
Im unterfränkischen Großostheim fanden Feuerwehrleute am frühem Samstagmorgen nach einem Schwelbrand die Leiche einer 75-Jährigen. Vermutlich wurde das Feuer durch eine glimmende Zigarette ausgelöst. Eine 55-Jährige wurde beim Versuch zu löschen verletzt und kam ins Krankenhaus.
In Nürnberg kam eine Rentnerin bei einem Brand ums Leben. Die 87-Jährige wurde tot in ihrer Wohnung gefunden. Ersten Ermittlungen zufolge starb sie durch Rauchgase. Das Feuer war vermutlich durch heruntergebrannte Teelichter oder Kerzen ausgebrochen. Der Sachschaden wird auf 100.000 Euro geschätzt.
Bereits am Silvesternachmittag kam zudem eine Person bei einem Brand in Donndorf im Landkreis Bayreuth um. Die Leiche verbrannte bis zur Unkenntlichkeit. Zwei Ersthelfer wurden bei Löschversuchen leicht verletzt.
In Niederbayern kam es noch vor Mitternacht im Gemeindebereich Bogen zu einer Auseinandersetzung, bei der ein 50-Jähriger mit einem Messer in den Bauch gestochen wurde. Er kam ins Krankenhaus, Lebensgefahr besteht aber nicht. Der zwei Jahre ältere Täter wurde festgenommen. Im Landkreis Neu-Ulm erlitt ein 19-Jähriger offenbar bei einer Schlägerei mit einem Unbekannten eine schwere Stichverletzung. Er kam ins Krankenhaus.
In Neu-Ulm schoss ein 33-Jähriger mit Leuchtmunition auf seine Nachbarn. Später drückte er mit der täuschend echt aussehenden Schreckschusswaffe auch in Richtung von zwei Polizeibeamten ab, ein Schuss löste sich dabei aber nicht mehr. Er und ein Kumpan wurden festgenommen. Sowohl die Polizisten als auch die Festgenommenen wurden leicht verletzt.
Im oberbayerischen Oberammergau wurden sechs Gäste und der Eigentümer eines Hotels durch ein Feuer in einem angrenzenden Schuppen leicht verletzt. 64 Gäste wurden evakuiert und in anderen Hotels untergebracht. Im oberpfälzischen Breitenbrunn wurden drei Hausbewohner und ein Feuerwehrmann bei einem Brand leicht verletzt. In Regensburg stürzte eine 27-Jährige in einer Diskothek fünf Meter tief in einen Lüftungsschacht und verletzte sich schwer.
dapd


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