Tod von Whitney Houston schockiert die Musikszene: Der überraschende Tod von Pop-Diva Whitney Houston am Vorabend der Grammy-Verleihungen hat die Musikszene erschüttert. Houston wurde nach Polizeiangaben am Samstagnachmittag tot in einem Hotelzimmer in Beverly Hills aufgefunden. Sie wurde nur 48 Jahre alt. Hinweise auf ein Verbrechen gab es nicht. Auch die Todesursache war zunächst noch unbekannt, wie Houstons Sprecherin Kristen Foster sagte.
Vergrößern Tod von Whitney Houston schockiert die Musikszene | Bild: © dapd

Los Angeles (dapd).

Houstons Patentante Aretha Franklin war fassungslos. 'Ich kann jetzt nicht darüber sprechen', erklärte sie. 'Es ist so bewegend und unglaublich. Ich konnte nicht glauben, was ich auf dem Fernsehschirm gelesen habe.'

Die Polizei erhielt nach eigenen Angaben um 15.43 Uhr einen Notruf aus dem Hotel. Sanitäter, die wegen einer Grammy-Party vor Ort waren, hätten vergeblich versucht, Houston wiederzubeleben. Um 15.55 Uhr sei die Sängerin für tot erklärt worden.

Ihr Tod überschattete sofort die Verleihung der Grammys, des wichtigsten Musikpreises in den USA, am Sonntagabend. Die Sängerin und Schauspielerin Jennifer Hudson wollte bei den Grammy-Verleihungen zu Ehren ihres verstorbenen Idols singen. Show-Produzent Ken Ehrlich sagte, die herausragenden Leistungen der mehrfachen Grammy-Gewinnerin müssten gewürdigt werden. Hudson hatte noch am Vorabend der Grammy-Verleihung auf einer Veranstaltung über Houstons Einfluss auf ihre Karriere gesprochen.

In den 1980er und 1990er Jahren galt Houston als das Golden Girl der Musikindustrie. Zu ihren Hits zählen Lieder wie 'Saving All My Love for You' und 'I Will Always Love You'. Houston gewann zahlreiche Grammys und verkaufte laut ihrer Website mehr als 170 Millionen Alben, Singles und Videos.

Immer wieder hatte Houston aber auch mit Drogenproblemen zu kämpfen, ihre Stimme versagte immer öfter. Zwar veröffentlichte sie 2009 ein Comeback-Album, doch ihre Tournee im Jahr darauf war von Negativschlagzeilen geprägt: Sie musste etliche Konzerte wegen Krankheit absagen und erhielt negative Kritiken von Fans, die von Houstons Gesang und Auftritten enttäuscht waren. Berichte über einen angeblichen Drogenrückfall wies die Exfrau des Rappers Bobby Brown zurück.

Der Tod des Superstars überschattet auch den Grammy-Abend am Sonntag. Bei einer Probe am Donnerstag habe Houston zerzaust gewirkt, stark geschwitzt und nach Alkohol und Zigaretten gerochen, sagte ein Teilnehmer.

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