Adenau/München (ddp-rps). Tierschützer fordern von der Nürburgring GmbH die Absage einer für das kommende Wochenende geplanten Rodeo-Show an der Eifelrennstrecke. Rodeo sei Tierquälerei und rechtlich äußerst bedenklich, sagte Mechthild Mench von der Initiative Anti Corrida am Montag in München. Sie drohte der Nürburgring GmbH rechtliche Schritte an, wenn Tiere bei der Show «nur ansatzweise zu Schaden kommen». Das Rodeo ist Teil es Programm des Internationalen ADAC Truck Grand Prix am 25. und 26. Juli.

Mench sagte, ihre Initiative habe bereits das Umweltministerium und das Veterinäramt des Kreises Ahrweiler angeschrieben. Denn es gebe einen Landeserlass aus dem Jahr 2005, der sich kritisch mit Rodeo-Shows befasse.

In dem auf den Internetseiten des Umweltministeriums veröffentlichten Erlass heißt es: «Die Zulassung und Überwachung von Rodeo veranstaltungen kann zu tierschutzrelevanten Problemen führen.» Weiter schreibt das Ministerium: «Zudem sind die Disziplinen Wild-Horse-Race und Bullenreiten sowie der Einsatz von Flankengurt und Sporen bei den Disziplinen Bare-Back-Riding und Saddle-Bronc-Riding aus tierschutzfachlicher Sicht zu untersagen.» Der Erlass ist nach wie vor gültig, wie eine Ministeriumssprecherin auf ddp-Anfrage sagte.

Der Veranstalter des Rodeos, Dieter Brand, sagte auf ddp-Anfrage, er halte sich an alle tierrechtlichen Bestimmungen. Die Shows würden regelmäßig von zwei Tierärzten, darunter einem Amtsarzt, kontrolliert. Er fügte hinzu, dass er vor einigen Jahren in mehreren Bundesländern erfolgreich bei Verwaltungsgerichten gegen solche Rodeo-Erlasse geklagt habe.

Die Vorwürfe der Tierschützer nannte Brand «unverschämt». Entgegen besseren Wissens behaupteten diese, er setze Sporen und Flankengurte ein. «Sie berufen sich auf Dinge, die schlichtweg nicht zutreffen», sagte Brand.

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