Bukarest (apn). Andernfalls drohten sie mit der Stürmung des Parlamentsgebäudes. Die Demonstranten durchbrachen auch Sicherheitsabsperrungen und legten teilweise den Verkehr lahm.
Um das Haushaltsdefizit bei 6,8 Prozent zu halten, will die Regierung die Beamtengehälter um ein Viertel und die Renten um 15 Prozent senken. Boc verteidigte im Parlament die Sparmaßnahmen erneut als notwendig, um die Bedingungen für ein milliardenschweres Rettungspaket des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu erfüllen. Wenn Rumänien nicht das «kleinere Übel» wähle, könnten die Renten und Gehälter im öffentlichen Dienst bald nicht mehr finanziert werden, sagte Boc.
Vergangene Woche hatte der Ministerpräsident davor gewarnt, dass das Haushaltsdefizit ohne Einsparungen auf 9,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen und Rumänien noch dieses Jahr einen weiteren Kredit in Höhe von elf Milliarden Euro benötigen würde.
Die Regierung will in diesem und im nächstem Jahr 195.000 der insgesamt 1,36 Millionen Stellen im öffentlichen Dienst streichen. 740.000 der 22 Millionen Einwohner des Landes sind derzeit arbeitslos.
Rumänien erhielt im vergangenen Jahr wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen milliardenschweren Notkredit vom IWF, der EU und der Weltbank. Die Wirtschaftsleistung des Landes ging 2009 um 7,1 Prozent zurück.
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