Die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Deutschen Bahn (DB) sind am Donnerstag in Frankfurt am Main vertagt worden. Die Gespräche hätten in guter Atmosphäre stattgefunden und sollten am Dienstag (3. August) fortgesetzt werden, sagte ein Bahnsprecher der Nachrichtenagentur ddp. Man sei sich in dem Ziel einig, einen einheitlichen Tarifvertrag für Lokführer in Deutschland zu erreichen. Dieser solle einheitliche Standards setzen.
Man habe intensiv über den Weg zu diesem Ziel diskutiert, sagte der Bahnsprecher. So solle es eine Beschäftigungssicherung auch dann geben, wenn der Betreiber bestimmter Strecken wechsle und die Lokführer deswegen zu einem neuen Unternehmen wechseln sollten.
Die GDL war ohne eine Streikdrohung in die zweite Tarifrunde gegangen. Seine Gewerkschaft suche den Verhandlungsweg, hatte GDL-Chef Claus Weselsky unmittelbar vor Beginn der Gespräche gesagt. Er erwarte nun von der Bahn ein Angebot. Die GDL will für ihre Beschäftigten fünf Prozent mehr Lohn erreichen und einen einheitlichen Tarifvertrag für Lokführer der Deutschen Bahn und der privaten Bahnen.
Bei separat in Frankfurt am Main geführten Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA hatte die Bahn am Donnerstagmorgen erstmals ein Angebot vorgelegt. Darin sicherte sie zu, an den Verhandlungen für den von den Gewerkschaften angestrebten Branchentarifvertrag für den Schienenpersonennahverkehr mitzuwirken. Ein konkretes Lohnangebot machte die Bahn allerdings nicht. Die Verhandlungen werden nun am 20. August fortgesetzt. Transnet und GDBA fordern Einkommensverbesserungen von insgesamt sechs Prozent, darunter höhere Löhne und eine bessere Bezahlung für Nachtschichten.
ddp


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